Stand: 06.08.2026 • 18:54 Uhr
Es wird nichts mit den Investorenplänen von FIFA-Chef Infantino. Ein Papier zeigt, wie er sich die Zukunft des Verbands vorgestellt hat - als globales Wirtschaftsunternehmen. Dabei helfen sollte der alte Bekannte J.P. Morgan.
Die Präsentation entstand gemeinsam mit J.P. Morgan, der Investmentbank des US-Finanzkonzerns JPMorgan Chase, der größten Bank der USA mit Sitz in New York. Schon die Titelseite dokumentiert die Zusammenarbeit: Dort stehen die Logos von FIFA und J.P. Morgan nebeneinander, darüber der Vermerk "Strictly Private And Confidential" - "streng vertraulich". Über das Papier hatte am Mittwoch auch die New York Times berichtet.
Für J.P. Morgan ist das Engagement im Fußball kein Neuland. Bereits 2021 hatte die Bank eine Milliardenfinanzierung für die gescheiterte europäische Super League zugesagt. Zudem baut das Finanzunternehmen seine Investitionen in den Sport seit Jahren aus und gründete 2024 eine eigene Sports Investment Banking Group. Nun begleitete sie einen weiteren grundlegenden Umbauplan im internationalen Fußball, diesmal an der Seite der FIFA.
Doch auch dieser stieß auf massiven Widerstand und wurde vorerst aufgegeben. Die New York Times berichtete über frühere Berührungspunkte zwischen FIFA-Präsident Gianni Infantino und der Führung von J.P. Morgan. Demnach traten Infantino und Mary Erdoes, eine der ranghöchsten Managerinnen der Bank, gemeinsam bei Wirtschaftskonferenzen auf. Erdoes stellte den FIFA-Präsidenten zudem bei einer internen Veranstaltung von J.P. Morgan vor.












