BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen

Sich in dieser radikal veränderten Welt zurechtzufinden, heißt, neue Worte zu lernen. Vielleicht ist jetzt der Moment, in dem der Begriff »hybrid« in den allgemeinen Sprachgebrauch übergeht. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat diesen Begriff benutzt, als er zum Leipziger Flughafen kam, weil eine Drohne mit Sprengstoff entdeckt worden war. Er sprach von einem »hybriden Anschlagsszenario«. Die Formulierung klingt seltsam künstlich, aber hinter Dobrindts Worten verbirgt sich tatsächlich eine neuartige Bedrohung.

Betrachten wir die Worte nacheinander: zunächst hybrid. Das Wort beschreibt etwas Gemischtes, eine Kreuzung aus zwei oder mehreren Komponenten, die zusammenwirken. Bei hybriden Autos sind es Elektromotor und Benzinmotor, in hybriden Besprechungen mischen sich per Video zugeschaltete Teilnehmer mit jenen, die am Konferenztisch präsent sind. Und in hybriden Kriegen setzen Angreifer nicht oder nicht nur auf klassische militärische Waffen, sondern sie hacken sich in Computersysteme, sabotieren Verkehrswege oder Kraftwerke, streuen Falschinformationen und verstärken Hetze. Sie schüren Verunsicherung.