Die Drohne mit der Sprengvorrichtung war in der Nacht zum Mittwoch auf der Start- und Landebahn »Südpiste« am Flughafen Leipzig/Halle entdeckt worden. Sie befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat ausländische Kollegen zu einem Treffen eingeladen, wie das Innenministerium bestätigte. Zu dem Treffen Ende August in der Flensburger Marineschule Mürwik sollen den Angaben zufolge Minister der osteuropäischen EU-Staaten sowie der Ostsee-Anrainerstaaten kommen. Mit dabei wären demnach die Minister aus den baltischen Staaten, Polen, Schweden, Norwegen und Dänemark. Ziel der Beratungen ist laut Ministerium die Koordinierung einer gemeinsamen Verteidigungsstrategie gegen unbemannte Flugsysteme und die Stärkung des Schutzes kritischer Infrastruktur.

Nach dem Drohnenfund war auf dem Flughafen ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen, das wegen der Sperrung der Landebahn wieder durchgestartet war. Bei der Maschine seien nach der Landung in Hannover leichte Beschädigungen festgestellt worden, hieß es. Die Suche nach diesem zweiten Objekt sollte nach Angaben des Landeskriminalamtes fortgesetzt werden.