PfadnavigationHomeNewstickerDPAafxlinetopthemenSprengstoff-Drohne am Flughafen: «Fremde Mächte» am Werk?Stand: 00:31 UhrLesedauer: 3 MinutenDer Bundesinnenminister spricht von einem «hybriden Anschlagsszenario».Quelle: Hendrik Schmidt/dpaAuf dem Flughafen Leipzig/Halle wird eine Drohne bestückt mit Sprengstoff entdeckt. Nahe einer ukrainischen Transportmaschine. Der Bundesinnenminister sieht hochprofessionelle Täter als Drahtzieher.Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hält den Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle für einen Anschlag, der auf hochprofessionelle Täter zurückgeht. Dabei schließt er auch «fremde Mächte» als Drahtzieher nicht aus. Es handele sich um ein «hybrides Anschlagsszenario», sagte Dobrindt am Abend in einer Pressekonferenz am Flughafen. Solche hybriden Bedrohungslagen müssten sehr professionell vorbereitet und umgesetzt werden.Man brauche dafür ein hohes Maß an Technikerfahrung und Erfahrung im Umgang mit Sprengstoff. Außerdem sei davon auszugehen, dass es sich bei dem verwendeten Sprengstoff um militärischen Sprengstoff handele. «Das alles deutet nicht auf amateurhaftes Vorgehen hin. Wir reden hier von einer professionellen hybriden Bedrohungslage, mit der wir uns weiter auseinandersetzen müssen», so Dobrindt.Drohne in der Nähe einer ukrainischen TransportmaschineDie Drohne mit der Sprengvorrichtung war in der Nacht zum Mittwoch auf der Start- und Landebahn «Südpiste» am Flughafen Leipzig/Halle entdeckt worden. Sie befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.