Stand: 06.08.2026 • 12:04 Uhr

Der Flughafen Leipzig/Halle entging womöglich nur knapp einer Katastrophe: Nach Informationen von WDR, NDR und SZ war eine ukrainische Frachtmaschine, neben der eine Sprengstoff-Drohne entdeckt wurde, mit Munition beladen.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt spricht von einer "neuen Gefahrenqualität" und einem "hybriden Anschlagsszenario": In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde am Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne gefunden, an der ein Sprengsatz befestigt war. Untersuchungen der Kriminaltechnik ergaben, dass es sich offenbar um hochexplosiven Sprengstoff handelte, wie ihn das Militär verwendet.

Wer für den mutmaßlichen Anschlagsversuch verantwortlich ist, ist noch unklar. Die Drohne befand sich in der Nähe von Frachtmaschinen einer ukrainischen Fluggesellschaft. Über den Leipziger Flughafen werden zudem militärische Transporte für die NATO abgewickelt.

WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung (SZ) liegen neue Details zu dem Vorfall vor: Demnach war eines der Antonov-Frachtflugzeuge, neben der die Sprengstoff-Drohne gefunden wurde, mit militärischer Munition beladen, die offenbar kurz zuvor aus Frankreich nach Leipzig transportiert wurde und wohl für den Weitertransport vorgesehen war. Das geht aus einem vertraulichen Bericht der Polizei hervor.