Wer heute in Berlin einen Platz im Pflegeheim braucht, zahlt im Schnitt 3750 Euro im Monat aus eigener Tasche. Er zahlt für Miete, Essen und den Teil der Pflegekosten, den die Pflegeversicherung nicht übernimmt. 2019 waren es noch rund 1850 Euro. Der Eigenanteil hat sich somit fast verdoppelt.

Das System der Pflege befindet sich hierzulande in extremer Schieflage. Und es steuert nach Auffassung von Pflegekassen, Wissenschaft und Politik auf einen finanziellen Kollaps zu, und das in absehbarer Zeit. Die Leidtragenden sind die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen.

Ein Allzeithoch nach dem anderen

Schon jetzt liegt der durchschnittliche Eigenanteil bundesweit für einen Heimplatz im ersten Aufenthaltsjahr bei 3364 Euro im Monat, mit einer Spanne von 2890 bis 3760 Euro je nach Bundesland. Berlin lag früher im Mittelfeld, ist inzwischen aber an die Spitze vorgerückt.

Insgesamt kostet ein Heimplatz in Deutschland oft mehr als 5000 Euro im Monat, Pflegekasse und Eigenanteil zusammengerechnet. Grund dafür sind gestiegene Betriebskosten, die die Preise seit 2022 besonders stark nach oben treiben. Auch die Tarifabschlüsse in der Altenpflege spielen eine Rolle.