PfadnavigationHomeRegionalesBerlin & Brandenburg«Todesfälle verhindern» - Bündnis fordert HitzegipfelStand: 13:17 UhrMehr als 30 Organisationen haben einen gemeinsamen Appell formuliert.Quelle: Britta Pedersen/dpaDie Extremhitze in diesem Sommer hat tödliche Folgen. Ein breites Bündnis fordert: Die Politik muss sich stärker kümmern.Wissenschaftler, Landwirte, Ärzte, Sozialverbände und Klimaaktivisten verlangen angesichts der Extremhitze mit tödlichen Folgen mehr Engagement der Bundesregierung. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) müsse einen Hitzegipfel veranstalten, fordert ein Bündnis aus mehr als 30 Verbänden und Organisationen. Die Regierung müsse die Menschen akut vor den Folgen von Klimakrise, Hitze, Dürre und Extremwetter schützen und ihrer Verantwortung gerecht werden, heißt es einem in Berlin vorgestellten Appell.«Extreme Hitze ist gefährlich und viel zu oft tödlich», sagt der Allgemeinmediziner Max Bürck-Gemassmer. Sie sei vorhersehbar, bisher werde darauf aber nicht angemessen reagiert. Tatsächlich sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) durch die heftige Hitzewelle Ende Juni fast 10.000 Menschen gestorben. «Nach über 10.000 Hitzetoten keinen Hitzegipfel zu veranstalten, das ist nicht erklärbar und nicht entschuldbar und nicht verantwortbar», kritisierte Luisa Neubauer von Fridays for Future.Das Bündnis fordert von der Bundesregierung einen Hitzeschutzplan, der auch eine dauerhafte Finanzierung von Schutzmaßnahmen sichert. Dabei kann es etwa um Stadtbegrünung, Maßnahmen für die Landwirtschaft oder Gesundheitsversorgung gehen. Besonders gefährdet seien ältere und pflegebedürftige Menschen, solche mit Vorerkrankungen und Behinderungen, aber auch kleine Kinder und Wohnungslose, erklärte Claudia Mandrysch vom AWO Bundesverband.dpa-infocom GmbH