Wenn ich meine Tageszeitung aufschlage (ja, ich habe noch eine!), dann starte ich jetzt immer mit den Technews. Da jagt eine KI-Schlagzeile die nächste; es geht um rasante Aktienpreisentwicklungen und das Versprechen der KI-Unternehmen, dass es durch sie enorme Effizienzgewinne und dadurch massive Personaleinsparungen geben wird. Superlative, wohin man schaut.
Der argentinische Präsident Javier Milei zählt zu den ganz großen Optimisten. In einem Gastbeitrag für die „Financial Times“ erklärte er jüngst, dass „die KI uns von den Einschränkungen des menschlichen Gehirns befreien und die Produktivität damit in unbekannte Sphären vorantreiben wird“. Deshalb habe seine Regierung einen Gesetzesvorschlag auf den Weg gebracht, damit KI-Unternehmen in Argentinien ganz ohne Regulierung arbeiten können. Menschen müssen nicht zwingend Teil der Organisation sein. Ich frage mich, wer da im Klagefall rechtlich zur Verantwortung gezogen werden soll und haftet. Ein Schelm, wer da nicht den Einfluss von Techmilliardär Peter Thiel herausliest.
Aber was denken Sie? Braucht es uns Menschen überhaupt noch? Der Blick in die Vergangenheit hilft uns da wenig. Der Vergleich mit der Dampfmaschine hinkt, weil diese ihre volle Wirkung erst nach Jahrzehnten erreichte. Die KI-Entwicklungen sind exponentiell schneller. Umso wichtiger, die Technologie besser zu verstehen.KI kann riesige Datenmengen mit hochkomplexen mathematischen Berechnungen analysieren. So wird es möglich, aus beliebig vielen Beispielen, seien es Bilder oder Texte, Muster und Zusammenhänge zu erkennen. Viele der heute bekannten KI-Anwendungen basieren auf sogenannten Large Language Models. Die Sprachmodelle können Texte analysieren und kohärente Antworten generieren.







