Stand: 05.08.2026 • 21:04 Uhr

Die FIFA kommt in Marokko zu einer Krisensitzung zusammen. Das nordafrikanische Land hat auch dank seines Verbandspräsidenten großen Einfluss. FIFA-Präsident Gianni Infantino zählt in schwierigen Zeiten auf Fouzi Lekjaa.

Etwas außerhalb der marokkanischen Hauptstadt Rabat findet sich der "Complexe Mohammed VI de Football". Benannt nach dem seit 1999 als Staatsoberhaupt regierenden König, ist das Fußballmuseum des nordafrikanischen Landes dort beheimatet, genau wie der Fußballverband und die Akademie.

Mit gewohnt blumigen Worten eröffnete Gianni Infantino in jenem Komplex am 26. Juli 2025 das Büro der FIFA für Afrika. "Heute ist wirklich ein toller, besonderer, großartiger und fröhlicher Tag. Wir werden die wunderbare Geschichte der FIFA, des Fussballs in Afrika, des Fußballs in Marokko und des Fußballs in der Welt in goldenen Lettern schreiben", schwärmte Infantino. Er sagte auch noch: "Von hier aus werden wir den Fußball weltweit beeinflussen."

Das wird ganz sicher passieren, denn in Rabat findet der nächste Kongress des Weltverbandes statt. Am 18. März 2027 wählen die Delegierten von 211 Mitgliedern einen neuen Präsidenten. Bis vor wenigen Tagen galt als sicher, dass Infantino seine nächste Amtszeit bekommt. Zu groß war der Rückhalt bei nahezu allen Verbänden der Welt, selbst in der in Teilen kritischen UEFA wagte sich niemand, in offene Opposition zu treten.