»Ich liebe den Fußball mein ganzes Leben lang. Ich war 20 Jahre lang Profifußballer. Und glauben Sie mir: In dieser Zeit bin ich im Fußball einigen zwielichtigen Gestalten begegnet«, schrieb der 53-Jährige. »Doch was in den vergangenen zehn Tagen ans Licht gekommen ist, ist das niederträchtigste, betrügerischste und feigste eigennützige Verhalten, das ich je erlebt habe.«Infantino steht seit Tagen in der Kritik, weil er einen Teil der WM-Rechte an Investoren verkaufen wollte. Dagegen regte sich Widerstand, die Uefa drohte mit einem Boykott von Fifa-Wettbewerben. Der Weltverband verwarf die Pläne. Für den Mittwoch soll Infantino laut Medienberichten in Marokko eine Krisensitzung einberufen haben.

»Ein Mann, der dazu bereit ist – ein Mann, der derart weitreichende Veränderungen allein durchsetzen will, um sich selbst und seine Freunde zu bereichern –, ist ein Relikt aus der Vergangenheit des Fußballs und sollte in seiner Zukunft keinen Platz mehr haben«, kritisierte Figo.Der Weltfußballer von 2001 arbeitet als Berater für die Europäische Fußball-Union Uefa, die Infantino scharf kritisiert. Figo wollte sich 2015 als Gegenkandidat des damaligen Fifa-Präsidenten Joseph Blatter bewerben, zog seine Kandidatur dann aber zurück. Nach dem Rücktritt Blatters unterstützte er Infantino.