Seit Elfriede Jelinek im Vorwort zu ihrem „Sportstück“ von 1998 ausdrücklich auf Regieanweisungen verzichtete und den Regisseuren einen generellen Freibrief ausstellte („Machen Sie, was Sie wollen“), wird sie von den Theaterleuten beim Wort genommen. Da ihnen die Autorin nur große Textblöcke ohne Sprecheraufteilung oder Regieanweisung vorsetzt, machen sie damit eben, was sie wollen. Sie inszenieren ihre eigenen performativen Einfälle, machen Bilder-, Video-, Musik- oder Körpertheater, streichen das meiste von Jelineks Text-Angeboten und legen sich das Restliche so zurecht, wie es ihnen passt – wozu die besondere Machart dieser Bühnentexte, eher: Bühnenessays, geradezu einlädt.
Elfriede Jelineks Essay "Unter Tieren": Fuchs und Hase schimpfen auf René Benko
Elfriede Jelineks „Unter Tieren“ feiert bei den Salzburger Festspielen Premiere. Es lohnt sich, ihren Wutausbruch vorab als Buch zu lesen.






