Wegen hoher Kriegsverluste setzt der Kreml jetzt auf Migration. Die ankommenden Menschen werden mit viel Geld gelockt und oft Opfer fremdenfeindlicher Gewalt.

Ein Straßenreiniger in Moskau

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Seit der russischen Vollinvasion in der Ukraine sind 1,4 Millionen russische Soldaten gefallen oder so schwer verwundet worden, dass sie in der Armee ausfallen – und meist auch an ihren früheren Arbeitsplätzen. Zwischen Kaliningrad und Kamtschatka fehlen immer mehr Arbeitskräfte: aktuell laut der Moskauer Wirtschaftshochschule HSE 2,6 Millionen, allein in der Hauptstadt 500.000.

Russland braucht Migration: „Ausländische Arbeitskräfte ermöglichen es russischen Unternehmen, den Personalmangel in den Bereichen Bauwesen, Logistik, Wohnungs- und Kommunalwirtschaft, Dienstleistungen und Industrie auszugleichen“, sagt Julia Kusnezowa, Expertin der Consultingfirma „Laboratorija smyslow“ (Labor der Ideen) in St. Petersburg.