Die 26.000-Punkte-Marke ist klar überschritten. Am frühen Dienstagnachmittag bei 26.156 Zählern, ein paar Stunden zuvor waren es sogar 90 Punkte mehr. Eigentlich eine gute Gelegenheit für die Händler, die Sektflasche aus dem Kühlschrank zu holen. Doch euphorisch vermochte niemand zu werden. Aus guten Gründen.Im politischen Berlin sollte sich niemand der Illusion hingeben, dass der Knoten in der deutschen Wirtschaft jetzt endlich geplatzt ist. Denn die Mittel- und Kleinwerteindizes, M-Dax und S-Dax, können nicht mithalten. Und die dort vertretenen Unternehmen geben ein weit besseres Bild der Lage hierzulande als die 40 global ausgerichteten Dax-Konzerne.Letztlich profitiert das deutsche Börsenbarometer auch von den Vorgaben der Weltbörsen, und die waren sowohl am Montag an der Wall Street, wo der S&P 500 in Griffweite eines Rekordhochs aus dem Handel ging, als auch in Asien überwiegend gut.Doch es ist Sommer, auch das Thermometer zeigt Rekordwerte, und die Handelsvolumina sind entsprechend dünn. Werten aus strukturschwachen Branchen, wie etwa dem Automobilsektor, nützt auch der neue Dax-Höchststand nicht. Auch am Rekordhoch-Dienstag mussten sie überwiegend Kursverluste hinnehmen.Völlig losgelöst ist der Dax daher mitnichten. Bevor die Sektkorken knallen, müssen die Waffen im seit Monaten schwelenden Krieg zwischen den USA und dem Iran endgültig schweigen. Aber auch am Dienstag mussten die Börsianer an dieser Front mit unterschiedlichen Signalen leben.
Dax-Rekordstand: warum die Sektkorken nicht knallen
So hoch stand der Dax noch nie. Aber auf dem Parkett kommt nicht so richtig Feierlaune auf. Das hat gute Gründe.













