Das Geld in den öffentlichen Haushalten ist knapp. Da ist der Landkreis Bautzen keine Ausnahme. Hier mussten die Kreisräte in einer Sondersitzung im Mai abwägen, was schwerer wiegt: die Gesundheitsversorgung von Schwangeren und Frauen in der Geburtsklinik des Kamenzer Krankenhauses St. Johannes oder der öffentliche Nahverkehr im ländlichen wie städtischen Bereich.
Gesundheitswesen
AfD und Linke kämpfen gemeinsam für Klinik-Erhalt
Die Entscheidung war eindeutig. Mit einer deutlichen Mehrheit von 43 Stimmen plädierten die Kreisräte für Einsparungen beim Regionalverkehr Bautzen. Es gab nur fünf Enthaltungen und keine einzige Nein-Stimme. Wirksam wurden diese zu Beginn dieser Woche am 3. August und damit einen Monat später als ursprünglich geplant. Gesetzlich vorgeschriebene Genehmigungsverfahren bei der Bestellung des Nahverkehrs verzögerten die Umsetzung der Sparpläne und sorgen nun dafür, dass der Landkreis in den fünf verbleibenden Monaten nur noch 360.000 statt der geplanten 500.000 Euro einsparen wird.
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