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Chipkonzern: AMD enttäuscht trotz Rekord-Quartalsergebnis AMD wächst dank der KI-Nachfrage deutlich schneller als erwartet. Dennoch schicken Anleger die Aktie nach den Quartalszahlen auf Talfahrt.

AMD-Konzernchefin Lisa Su gibt eine Präsentation in San Francisco. Foto: AP Photo/Juliana YamadaDank einer anhaltend starken Nachfrage nach Server-Prozessoren hat AMD sein Wachstum überraschend deutlich beschleunigt. Darüber hinaus lieferte der US-Chipkonzern am Dienstag einen optimistischen Ausblick.Die Aktien brachen im nachbörslichen Handel an der Wall Street dennoch um neun Prozent ein. Damit lagen sie aber immer noch rund 120 Prozent über dem Niveau vom Jahresbeginn.„AMD befindet sich nun in einer ähnlichen Lage wie Nvidia und die Hyperscaler“, erläuterte Analyst Jacob Bourne von der Marktforschungsfirma eMarketer. „Investoren suchen nach Hinweisen, dass die Investitionen in KI-Infrastruktur die Gewinne weiter in die Höhe treiben.“AMD ist der weltweit zweitgrößte Anbieter von KI-Prozessoren nach Nvidia. Das Unternehmen profitiert dabei von der Suche der Abnehmer nach Alternativen zum Weltmarktführer. So orderte der KI-Entwickler Anthropic bei AMD Chips mit einem Gesamt-Energiebedarf von zwei Gigawatt. Im Gegenzug steigt AMD für bis zu fünf Milliarden Dollar bei dem OpenAI-Rivalen ein.Darüber hinaus will der Halbleiter-Hersteller demnächst mit der Auslieferung der zweiten Generation seiner KI-Server beginnen. In diesem Segment konkurriert er mit Computerbauern wie Dell, Lenovo und Hewlett-Packard Enterprise sowie mit dem weltgrößten Elektronik-Auftragsfertiger Foxconn. Für diesen ist die Produktion von KI-Servern für Nvidia inzwischen ein wichtigerer Geschäftszweig als der Zusammenbau von iPhones für Apple.Umsatz- und GewinnsprungDer AMD-Umsatz stieg im zweiten Quartal den Angaben zufolge um die Hälfte auf 11,54 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn habe sogar um 246 Prozent auf 1,66 Dollar je Aktie zugelegt. „Wir haben ein hervorragendes Quartal hingelegt“, sagte Konzernchefin Lisa Su. Umsatz und Ertragskraft hätten Rekordstände erreicht. Das Geschäft der Rechenzentrumssparte habe sich mehr als verdoppelt. „Wir starten mit großem Schwung in die zweite Jahreshälfte, da die Nachfrage nach Prozessoren zunimmt.“ Dieser Trend werde voraussichtlich in den kommenden Jahren anhalten.In KI-Rechenzentren feiern neben spezialisierten Hochleistungschips (GPUs) auch klassische Zentralprozessoren (CPUs) ein Comeback. Diese werden unter anderem dazu genutzt, um die Arbeit der KI-Hochleistungschips (GPUs) zu koordinieren. Zudem kommen sie verstärkt bei der Bearbeitung von KI-Anfragen zum Einsatz, während GPUs ihre Stärken beim Training von ChatGPT & Co. ausspielen.AMD und Intel beherrschen den Markt für CPUs, deren leistungsschwächere Varianten auch in handelsüblichen PCs verbaut werden. Die wachsende CPU-Nachfrage verhalf Intel im zweiten Quartal zu einem Gewinnsprung. AMD reagiert auf den gestiegenen Bedarf mit einer Ausweitung der Produktion dieser Chips.Für das laufende Quartal stellte AMD Erlöse zwischen 12,7 und 13,3 Milliarden Dollar in Aussicht. Die bereinigte Bruttomarge werde voraussichtlich wie im abgelaufenen Vierteljahr bei 56 Prozent liegen. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick