Dank einer anhaltend starken Nachfrage nach Server-Prozessoren hat AMD sein Wachstum überraschend ​deutlich beschleunigt. Überdies lieferte der US-Chipkonzern am Dienstag einen optimistischen Ausblick. Die Aktien brachen im nachbörslichen Handel an der Wall Street dennoch um 9 Prozent ‌ein. Damit lagen sie aber immer noch rund 120 Prozent über dem Niveau vom Jahresbeginn.Weiterhin will der Halbleiterhersteller demnächst mit der Auslieferung der zweiten Generation seiner KI-Server beginnen. In diesem Segment konkurriert er mit Computerbauern wie Dell, Lenovo und Hewlett Packard Enterprise sowie mit dem weltgrößten Elektronik-Auftragsfertiger Foxconn. Für diesen ist ‌die Produktion von KI-Servern für Nvidia inzwischen ein wichtigerer Geschäftszweig als der Zusammenbau von iPhones ​für Apple.

Umsatz steigt 50 Prozent, Gewinn um 246 ProzentDer AMD-Umsatz ‌stieg im zweiten Quartal den Angaben zufolge um die Hälfte auf 11,54 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn habe sogar um 246 Prozent auf 1,66 Dollar je Aktie zugelegt. „Wir haben ein hervorragendes Quartal hingelegt“, sagte Konzernchefin Lisa Su (56).Umsatz und Ertragskraft hätten Rekordstände erreicht. Das Geschäft der Rechenzentrumssparte habe sich mehr als verdoppelt. „Wir starten ‌mit großem Schwung in die zweite Jahreshälfte, da die Nachfrage nach Prozessoren zunimmt.“ Dieser Trend werde voraussichtlich in den kommenden Jahren anhalten.