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Meinung
Kommentar: Deutschlands Autoindustrie hat den Takt verloren Toyota setzt Standards bei Hybriden, China bei Elektroautos. Und die Deutschen? Kämpfen vor allem darum, den Anschluss nicht dauerhaft zu verlieren. Dabei wäre etwas anderes deutlich wichtiger.
Der V8-Sportwagen Toyota GR GT ist ein Publikumsliebling des Tokio Auto Salon Foto: Toyota Acht bis zehn Prozent scheinen derzeit ein magischer Korridor für die deutschen Autobauer zu sein. So viel Gewinnmarge wollen Volkswagen, BMW und Mercedes in den kommenden Jahren erreichen – Mercedes bis spätestens 2029, Volkswagen und BMW bis 2030.Toyota ist schon heute fast dort. Der weltgrößte Autobauer meldete jetzt eine operative Marge von 7,9 Prozent. Ermöglicht hat das vor allem eine Entscheidung, die hier lange belächelt wurde: die Konzentration auf Hybridautos. Hier setzt Toyota heute weltweit den Standard.Chinesische Hersteller wie BYD oder Geely wiederum geben den Takt bei batterieelektrischen Fahrzeugen vor. Und die Deutschen? Sie verteidigen ausgerechnet jene Technologie, deren Bedeutung weltweit schwindet: den Verbrennungsmotor.Darin liegt das eigentliche Problem der deutschen Autoindustrie. Sie verliert ausgerechnet bei den Technologien den Anschluss, die über die Zukunft entscheiden. Die Standards von morgen werden längst woanders gesetzt.Beispiel Batterie: Eigene Zellfertigung im industriellen Maßstab betreibt von den deutschen Herstellern praktisch nur Volkswagen. Doch auch dort fehlen die Skaleneffekte, um Marktführern wie CATL oder BYD Konkurrenz zu machen. Auch Stellantis und Mercedes haben mit ihrer Batteriefirma ACC zuletzt eher Projekte in Europa abgeräumt statt aufgebaut.Beispiel autonomes Fahren: Hier kaufen hiesige Autobauer eher zu, kooperieren, entwickeln hinterher. Ein ambitioniert gestarteter Zusammenschluss von VW und Bosch auf diesem Feld scheiterte. Die deutsch-deutsche Kooperation hatte es versäumt, frühzeitig auf neuartige KI-Modelle in der Entwicklung zu setzen.BMW, Mercedes und Volkswagen bleibt deshalb im Moment wenig übrig, als auf zwei Dinge zu hoffen. Erstens, dass sie ihre starke Marktposition in Europa verteidigen – nachdem China als Gewinnmaschine weggebrochen ist und die USA Zollschranken hochgezogen haben. Und zweitens, dass sie mit Elektroautos endlich so viel Geld verdienen wie früher mit Verbrennern. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt








