Ende Juli und Anfang August geht die Lage am Abend auf Weltreise: SPIEGEL-Korrespondentinnen und -Reporter berichten aus den Metropolen und entlegenen Ecken Asiens, Afrikas, Amerikas und Europas. Und natürlich bekommen Sie hier auch weiterhin Ihr Nachrichten-Briefing: News, Meinung, Stories – alles, was am Tag wirklich wichtig ist.
1. Zu ruhig fließt der Rhein
Preispylon einer Tankstelle
24 Zentimeter beträgt derzeit der Wasserpegel des Rheins an seiner kritischsten Engstelle bei Kaub in Rheinland-Pfalz. Der stolze Rhein, der deutsche Strom, besungen und sagenumwoben : nur noch ein Rinnsal? Stellenweise leider ja. Viele Schiffe können aktuell nicht fahren, erst recht nicht mit voller Ladung. Zu tief lägen sie dann im Wasser, berichtet mein Kollege Benjamin Bidder. Frachtschiffe, die noch verkehren, tun das mit einem Bruchteil ihrer üblichen Ladung.Das treibt die Transportkosten in die Höhe, auch die der Mineralölindustrie. Die Dürre habe das Potenzial, Benzin und Diesel weiter zu verteuern, erklärt der Ökonom Thilo Schaefer vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft im SPIEGEL-Interview. »Hält das Niedrigwasser an, dürften Treibstoffe in einigen Regionen knapper werden. Dann steigen auch die Preise.« 2018 habe es ein solches Phänomen schon einmal gegeben. Damals seien Benzinpreise von 1,34 Euro auf 1,42 Euro geklettert. Das gebe einen Eindruck vom Ausmaß des möglichen Effekts.













