Sind junge Menschen faul? Oder einfach nicht mehr bereit, für die Arbeit alles andere stehen und liegen zu lassen? Der Streit um die Arbeitsmoral zwischen jüngeren und älteren Generationen ist alles andere als neu – und scheint doch aktueller denn je. Fachkräftemangel, demografischer Wandel und eine Arbeitswelt im Umbruch haben die Debatte neu entfacht. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Gen Z.
Während Kritiker den zwischen 1995 und 2009 Geborenen mangelnden Ehrgeiz, fehlende Belastbarkeit und überzogene Ansprüche vorwerfen, versteht die Generation selbst ihren Umgang mit Arbeit als wichtigen Wandel: Der Beruf soll nicht mehr den gesamten Lebensinhalt bestimmen, sondern lediglich ein Teil des Lebens bleiben. Hinter der Debatte stehen deshalb zwei grundsätzliche Fragen: Wie viel Einsatz darf ein Arbeitgeber erwarten? Und wie viel vom eigenen Leben sollte ein Mensch für seine Karriere opfern?
Faulheit als Irrtum – Überforderung als Ursache
Im ZDF-Debattenformat „Unbubble“ prallen zu genau diesem Thema unterschiedliche Generationenbilder aufeinander. Auf der einen Seite: Martin Limbeck. Für den Unternehmer und Verkaufstrainer gehören Disziplin, Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft zu den Grundvoraussetzungen für beruflichen Erfolg. Bei der Generation Z vermisst er genau diese Eigenschaften. Ihm gegenüber sitzen Koray, Nema und Anastasia, drei Vertreter eben jener jungen Generation.







