Darf es die Altbauwohnung mit Flügeltüren und Fischgrätparkett sein? Oder doch eher das Haus mit Garten und Blick in den Wald? Eine Tramhaltestelle in der Nähe oder ein Zimmer für jedes Kind? Eine innere Checkliste mit Kriterien, die einem für das eigene Zuhause wichtig sind, hat vermutlich jeder. Leider landen die meisten Menschen bei der Wohnungssuche unsanft auf dem Boden der Tatsachen, sobald sie durch die Angebote auf den einschlägigen Immobilienportalen scrollen.

Im ersten Quartal des Jahres sind die Mieten verglichen mit dem Vorjahreszeitraum bundesweit um vier Prozent gestiegen, wie Zahlen des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigen. Auch die Kaufpreise für Wohnungen und Häuser können sich viele Menschen nicht leisten. Wie der neueste »Erschwinglichkeitsindex« von IW und dem Kreditvermittler Interhyp zeigt, sind Einfamilienhäuser in den sieben größten deutschen Städten selbst für einen Musterhaushalt mit überdurchschnittlichem Haushaltseinkommen nicht finanziell tragbar.

Wer auf Wohnungssuche ist, muss daher vielerorts Kompromisse eingehen. Um weniger zu zahlen, richten sich manche ihr Homeoffice im Schlafzimmer ein, andere ziehen in den Speckgürtel der großen Städte. Wieder andere arrangieren sich mit Schimmel in der Dusche oder einem feuchten Keller.