PfadnavigationHomeRegionalesHamburgCSD in HamburgPersonen mit Regenbogenflaggen abgewiesen – jetzt bittet das Einkaufszentrum um EntschuldigungStand: 13:26 UhrLesedauer: 2 MinutenDer CSD in Hamburg wird auch in den Tagen danach noch diskutiertQuelle: Lisi Niesner/REUTERSEs habe keinerlei Anweisung des Center-Managements gegeben, dass Fahnen oder Transparente im Rahmen des CSD nicht in das Hamburger Center mitgebracht werden dürften.Die Hamburger Europa Passage hat sich bei der queeren Community nach anfänglichem Schweigen am Wochenende nun entschuldigt. „Bei uns feiert ihr bunt. Regenbogenflaggen und Transparente sind bei eurem Besuch selbstverständlich erlaubt“, teilte das Einkaufszentrum in der Innenstadt auf seiner Homepage mit. Zuvor waren am Rande der Parade zum Christopher Street Day am Sonnabend Menschen mit Regenbogenflaggen an zwei Eingängen unter Verweis auf das Hausrecht vom Sicherheitsdienst abgewiesen worden.Lesen Sie auch„Bei dem geschilderten Vorfall hat es sich um Einzelfälle und offenbar um ein Missverständnis gehandelt“, teilte die Europa Passage jetzt mit. Es habe keinerlei Anweisung des Center-Managements gegeben, dass Fahnen, Transparente oder dergleichen im Rahmen des CSD nicht mitgeführt oder in das Center mitgebracht werden dürften.„Ein solches Verbot würde auch nicht zum Anspruch und zum Selbstverständnis der Europa Passage passen, die sich als offenes, vielfältiges und diskriminierungsfreies Haus versteht und alle Menschen willkommen heißt“, hieß es weiter. An dem Einkaufszentrum seien am Samstag zahlreiche Regenbogenflaggen als Zeichen dieser Haltung gehisst worden. Die Vorfälle sollen jetzt gemeinsam mit dem Sicherheitsdienst noch einmal geprüft werden.Weiterer Vorfall auf St. PauliAuch an einem anderen Ort hatte der CSD noch ein Nachspiel: Drei junge Männer hatten nur Stunden nach dem Ende der Hamburger CSD-Parade eine Angehörige der Queer-Community angegriffen. Die drei 20- bis Mitte 20-jährigen Männer brachten die 30-Jährige in der Nacht zu Sonntag im Stadtteil St. Pauli zu Fall, einer sprang ihr dann auf die Beine, wie die Polizei mitteilte. Dabei sei die Frau leicht verletzt worden. Der für Hasskriminalität zuständige Staatsschutz habe die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bedrohung sowie der gefährlichen Körperverletzung übernommen.Opfer wollte belästigter Frau helfenDen Ermittlungen zufolge war es vor dem Angriff vor einer Szene-Bar in der Talstraße zunächst zu Streitigkeiten zwischen einer Frau und den drei Männern gekommen, nachdem diese die Frau belästigt hatten. Als daraufhin die 30-Jährige der Frau zu Hilfe gekommen sei, habe das Trio sie erst bedroht, die Flüchtende dann verfolgt und schließlich in der Simon-von-Utrecht-Straße angegriffen.lno/jlau
CSD in Hamburg: Personen mit Regenbogenflaggen abgewiesen – jetzt bittet das Einkaufszentrum um Entschuldigung - WELT
Es habe keinerlei Anweisung des Center-Managements gegeben, dass Fahnen oder Transparente im Rahmen des CSD nicht in das Hamburger Center mitgebracht werden dürften.












