Wie sich doch die Zeiten ändern. Vor einem Jahr verkündete Hertha-Präsident Fabian Drescher selbstbewusst das Saisonziel: Aufstieg in die Erste Bundesliga. Die Profis von Cheftrainer Stefan Leitl – für viele Beobachter mit dem stärksten Kader aller Teams angetreten – kamen am Ende aber nur auf dem enttäuschenden siebten Rang ins Ziel. Nach dem dritten vergeblichen Anlauf, in die Erste Liga zurückzukehren, sind bei den Blau-Weißen völlig andere Zeiten angebrochen. Die besten und teuersten Profis mussten bei einem bislang beispiellosen Ausverkauf wegen der knappen Finanzen allesamt an zahlungskräftige Konkurrenten abgegeben werden. Neu dabei sind mit Ausnahme eines Leihspielers dafür ein halbes Dutzend Talente aus der eigenen Akademie. Noch nie ist solch eine unfertige Hertha-Mannschaft in den Saisonstart der 2. Liga gegangen, der die Berliner am Freitagabend zum offiziellen Eröffnungsspiel zum VfL Bochum führt.
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Viele Experten prophezeien dem Team eine höchst komplizierte Spielzeit. In der erneut verrückten und ausgeglichenen Liga ist Hertha die ganz große Wundertüte. Aber vielleicht schlägt sich das junge, „hungrige“ Team ohne jeglichen Aufstiegsdruck viel besser als gedacht. In allen sechs Vorbereitungsspielen blieb man ungeschlagen und bot engagierten Fußball. Geschäftsführer Peter Görlich verkündete nun das Saisonziel: „Ein einstelliger Tabellenplatz mit maximaler Ambition nach vorn!“Hertha gilt bei vielen Prognosen als ein Kandidat fürs Mittelfeld mit Gefahrenpotenzial, weiter nach unten abzurutschen. Waren in der Vorsaison noch die späteren Aufsteiger Schalke, Elversberg und Paderborn der Maßstab, wird man sich nun eher mit den drei Ostvereinen Dynamo Dresden, 1. FC Magdeburg und Aufsteiger Energie Cottbus auf einem ähnlichen Niveau bewegen.









