Auch mehr als eine Woche nach dem islamistischen Terroranschlag auf den CSD sind entscheidende Fragen offen. Dass Abdul Ballout als Sohn libanesischer Migranten in Berlin geboren wurde, wissen inzwischen wohl die meisten. Bekannt ist auch, dass der 21-Jährige am späten Abend des 25. Juli mit einem gemieteten Transporter im Tiergarten absichtlich in eine Menschenmenge fuhr. Dabei tötete er eine Frau aus Polen und verletzte 31 Menschen zum Teil lebensgefährlich.Die Opfer: Alle sprechen über den Täter, aber kaum jemand über seine Opfer. Das liegt auch daran, dass die Sicherheitsbehörden über die tote Polin kaum etwas herausgeben. Man weiß, dass die Frau 65 Jahre alt ist und aus Warschau stammt. Der Spiegel meldet, dass sie mit ihrer Tochter den Christopher Street Day besucht haben soll. Nähere Einzelheiten geben weder die polnische Staatsanwaltschaft noch die Generalbundesanwaltschaft nicht bekannt. „Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte der Opfer und Angehörigen“, wie es heißt. Der Täter soll erst Menschen mit seinem Fahrzeug erfasst und anschließend Passanten mit einer Machete angegriffen haben. Doch wie viele Menschen wurden durch Stiche oder Schnitte verletzt? Auch dazu heißt es bis heute bei der Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe: keine Auskunft. Diese führt nach wie vor die Ermittlungen, um zu erforschen, ob Ballout Komplizen und Hintermänner hatte.
Die Todesschüsse, das Handy und die Opfer: Zum CSD-Anschlag bleibt einiges nebulös
Die Berliner Polizei verspricht maximale Transparenz. Doch die Hand auf den Ermittlungen hat die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe.








