Peseschkian: Iran strebt keine Ausweitung des Krieges an Iran verteidigt nach den Worten seines Präsidenten Massud Peseschkian seine Grenzen. Sein Land strebe aber keine Ausweitung des Krieges an, erklärt Peseschkian staatlichen iranischen Medien zufolge. US-Präsident Donald Trump erklärte am Montag, es seien Verhandlungen mit Iran über eine Beilegung des Konfliktes im Gange. Zugleich sprach Trump von einer „letzten Chance“ für die Führung in Teheran. Iran wies die Darstellung zurück. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte am Montagabend, es fänden keine Verhandlungen mit den USA statt und es seien auch keine Treffen vorgesehen. Die einzigen laufenden Gespräche seien die mit dem Oman über die Verwaltung der Straße von Hormus.Weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom Inmitten anhaltender Spannungen kommen an diesem Dienstag abermals israelische und libanesische Regierungsvertreter zu direkten politischen Gesprächen in der italienischen Hauptstadt Rom zusammen. Dabei geht es um die weitere Umsetzung ihres Sicherheitsabkommens. Das unterirdische Tunnelsystem der libanesischen Hizbullah soll dabei nach Angaben von libanesischen Regierungskreisen ein zentrales Thema sein.Libanesischen Berichten und Augenzeugen zufolge hat das israelische Militär erst am Wochenende eine der schwersten Zerstörungswellen seit Beginn der Waffenruhe im Juni durchgeführt. In mehreren Orten habe es Sprengungen und gezielte Zerstörung gegeben, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA.Die Hizbullah hat über Jahrzehnte eine unterirdische Militärstruktur aufgebaut, die Israel als Bedrohung betrachtet. Das Tunnelnetzwerk der von Iran unterstützten Organisation umfasst nach Einschätzung von Beobachtern und Experten Kommandozentren, Waffenlager, Abschusspositionen, Versorgungskorridore und geschützte Verbindungen, die Kämpfern Bewegungen unter der Erde ermöglichen. Israel hat wiederholt vor der Gefahr gewarnt, dass Hizbullah-Kämpfer – auch unter Einsatz des Tunnelsystems – einen großangelegten Angriff auf den Norden Israels nach dem Vorbild des Hamas-Überfalls vom 7. Oktober 2023 verüben könnten. Trump über Iran-Gespräche: „letzte Chance“ für TeheranUS-Präsident Donald Trump hat neue Gespräche mit Iran als „letzte Chance“ für Teheran bezeichnet. Man befände sich in Gesprächen – und zwar auf Wunsch Irans, sagte Trump im Weißen Haus. Er bekräftigte, dass diverse Staaten die USA darum gebeten hätten, der Diplomatie eine letzte Chance zu geben. „Das ist eine letzte Chance für sie, ein gutes Dokument zu unterzeichnen“, sagte er mit Blick auf den Iran.Trumps Darstellung zufolge drehen sich die Gespräche um die Öffnung der für den internationalen Gas- und Ölhandel zentralen Straße von Hormus. Demnach geht es darum, die Meerenge bis diesen Dienstag vollständig zu öffnen. In einer zweiten Phase soll es seiner Darstellung nach dann um die „Denuklearisierung“ Irans gehen – das werde länger dauern, gab Trump zu.Der US-Präsident hatte am Sonntag für heute neue Gespräche angekündigt. Seiner Darstellung nach sagte er den größten Angriff des US-Militärs „seit dem Zweiten Weltkrieg“ vorerst ab, um neuen Verhandlungen mit Iran eine Chance zu geben.Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai informierte daraufhin allerdings zunächst nur über bilaterale Verhandlungen seines Landes mit dem Oman über einen gemeinsamen vorläufigen Schifffahrtskorridor in der Straße von Hormus. Trump warf Iran auf seiner Plattform Truth Social daraufhin Unehrlichkeit vor.Sebastian GubernatorIran widerspricht Trump und erteilt Gesprächen eine AbsageIran hat US-Präsident Donald Trump mit Blick auf dessen Ankündigung widersprochen, am Montag werde es neue Gespräche zur Beendigung des Krieges geben. Die Führung in Teheran erklärte, derzeit gebe es keine Unterredungen mit den USA. Auch sei nicht geplant, in diesen Tagen Vertreter der US-Regierung zu empfangen oder selbst eine Delegation zu entsenden, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Wenige Stunden zuvor hatte Trump nach eigener Aussage neue Angriffe auf Iran in letzter Minute abgesagt und zur Begründung auf angeblich noch am Montag bevorstehende Verhandlungen verwiesen.Trump hatte sich in dem fünfmonatigen Krieg zuvor schon ähnlich verhalten. Dennoch reagierten die Aktien- und Ölmärkte auf neue Friedenshoffnungen. Der Sprecher des Außenministeriums in Teheran erklärte weiter, alle iranischen Unterhändler hielten sich derzeit in ihrer Heimat auf. Einzige Ausnahme sei Außenminister Abbas Aragtschi, der auf Pilgerreise im Irak sei. Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte einen hochrangigen iranischen Insider, demzufolge Aragtschi mindestens bis Ende der Woche nicht für Verhandlungen zur Verfügung steht.Außenministeriumssprecher Baghaei betonte auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz, die einzigen derzeit laufenden Gespräche seien jene mit Oman über die Verwaltung der Straße von Hormus. Vorübergehend sei eine Route im Gespräch, die aus einem einzigen Korridor mit Fahrrinnen für beide Richtungen bestehe. Dies habe allerdings nichts mit Gesprächen über eine allgemeine Öffnung der Meerenge zu tun. „Das ist eine separate Diskussion.“ Iran lehnt Verhandlungen mit den USA ab, seit eine im Juni geschlossene Absichtserklärung zur Beendigung des Krieges Anfang Juli gescheitert war.Iran richtet zwei Männer hinIm Iran sind zwei weitere Männer wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet worden. Nach Angaben der mit der Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan sollen sie während der militärischen Auseinandersetzungen mit den USA und Israel Koordinaten und Fotos sensibler Militär- und Sicherheitsstandorte an „mit dem israelischen Geheimdienst Mossad verbundene Kanäle“ weitergegeben haben. Dabei soll es sich den Angaben zufolge um ein nicht näher bezeichnetes internationales Satellitennetzwerk handeln. Weiter hieß es, der oberste Gerichtshof habe der Todesstrafe zugestimmt. Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw werfen die Vorwürfe angesichts der weitreichenden Internetabschaltungen während des Konflikts und fehlender öffentlich überprüfbarer Beweise ernsthafte Fragen auf. Zudem seien Festnahme, Strafverfolgung und Hinrichtung unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne eine unabhängige rechtliche Überprüfung erfolgt. Die im Staatsfernsehen ausgestrahlten „Geständnisse“ seien unter Folter und starkem Druck erzwungen worden. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Sabrina FrangosSchifffahrtsdaten: Tanker mit saudischem Öl verlassen Rotes Meer – Verkehr sinktAus aktuellen Schifffahrtsdaten geht hervor, dass am Wochenende nur zwei mit saudischem Öl beladene Tanker das Rote Meer verlassen haben. Zudem zeigen die Daten einen deutlich verlangsamten Schiffsverkehr in der Straße von Hormus nach Berichten über Angriffe an. Die Tanker „Lesvos“ und „Desh Vaibhav“ passierten die Meerenge Bab al-Mandab demnach mit abgeschalteten AIS-Transpondern. Die von Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben am 20. Juli ein See-Embargo gegen Saudi-Arabien verhängt und damit ihre Angriffe auf Schiffe ausgeweitet. Die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO meldete zuletzt drei weitere Angriffe auf Tanker. Die Zahl der Frachtschiffe, die die Straße von Hormus passieren, sank den Daten zufolge von 19 auf zehn.Sabrina FrangosExplosion in Nähe von Tanker in Straße von Hormus gemeldetIn der Straße von Hormus hat sich nahe eines Tankers offenbar eine Explosion ereignet. Der Kapitän des Tankers habe gemeldet, dass er eine „Explosion in unmittelbarer Nähe des Schiffes“ gehört habe, erklärte die britische Seefahrtbehörde UKMTO in der Nacht auf Montag im Kurzbotschaftendienst X. Der Tanker und die Besatzung seien in Sicherheit.Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge 20 Seemeilen (37 Kilometer) nordöstlich der omanischen Stadt Chasab. Die Straße von Hormus verläuft zwischen Iran und dem Oman. UKMTO erklärte, Schiffe sollten die Meerenge mit Vorsicht durchfahren und „verdächtige Aktivitäten“ melden.Iran hatte am Sonntag erklärt, vor einer Einigung mit dem Oman über eine neue Route durch die Meerenge zu stehen. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, betonte im Staatsfernsehen aber, dies bedeute nicht, dass die Meerenge wiedereröffnet werde. Die für den weltweiten Erdöl- und Erdgastransport höchst wichtige Straße von Hormus ist Brennpunkt im Konflikt zwischen Iran und den USA. Teheran hatte die Straße von Hormus nach Beginn des Irankriegs Ende Februar blockiert.Peseschkian: USA müssen sich an Rahmenabkommen haltenDer iranische Präsident Massud Peseschkian sieht das Rahmenabkommen mit den USA eigenen Angaben zufolge als künftigen Schwerpunkt der Außenbeziehungen seines Landes. „Wir müssen alles daran setzen, den Feind dazu zu zwingen, sich an das zu halten, was er unterzeichnet hat“, schrieb Peseschkian auf der Plattform X. Die Sicherheit Irans, der Region und der Verbündeten Teherans werde durch diese Absichtserklärung gestärkt.Iran und die USA hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges geeinigt. In einer Übergangsfrist von 60 Tagen sollten weitere Details ausgearbeitet werden. In der Zwischenzeit kam es aber immer wieder zu gegenseitigen Angriffen. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt nach eigenen Angaben eine neue Angriffswelle gegen Iran abgesagt, da es nun „Umrisse einer Einigung“ gebe. Dazu gab es aus Iran zunächst keine Bestätigung. (dpa)Saudischer Kronprinz ruft Trump zu Deeskalation aufIm Konflikt mit Iran hat Saudi-Arabiens Kronprinz und Ministerpräsident Muhammad bin Salman den amerikanischen Präsidenten Donald Trump in einem Telefonat zur Deeskalation aufgerufen. Der Kronprinz und faktische Herrscher des einflussreichen Königreichs habe Dialog angemahnt, um eine weitere Eskalation zu verhindern, meldete die staatliche Nachrichtenagentur SPA. Es müsse alles unternommen werden, um die Lage zu beruhigen und den Weg für diplomatische Lösungen zu ebnen. Ziel sei es, die Sicherheit und Stabilität der Region zu wahren und ein Abrutschen in einen größeren Konflikt mit regionalen und internationalen Folgen zu verhindern.Zuvor hatte bereits die Nachrichtenseite Axios über das Telefonat berichtet. Uli PutzTrump: Neue Angriffe auf Iran vorerst ausgesetztDie USA verzichten nach Angaben von Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf Iran. Das US-Militär stehe mit all seiner Macht zum Angriff bereit, aber Iran und andere Länder in der Region hätten darum gebeten, von einer Attacke abzusehen, da es nun „Umrisse einer Einigung“ gebe. Dazu gehöre die komplette Öffnung der Straße von Hormus und „ein Ende der von Iran ausgehenden atomaren Bedrohung“, schrieb Trump. Auch Israel werde sich an die Vereinbarung halten, Iran vorerst nicht wieder anzugreifen.Uli PutzIran: Werden bei neuen US-Angriffen entschlossen reagierenIrans Außenminister Abbas Araghchi hat in einem Gespräch mit seinem saudi-arabischen Gegenüber Faisal bin Farhan vor einer neuen militärischen Eskalation im Krieg mit den USA gewarnt. Die schlagkräftigen Streitkräfte seines Landes würden auf jeden Akt der Aggression entschlossen reagieren, schrieb Araghchi auf der Plattform Telegram. Im Falle neuer Angriffe müssten die USA, Israel sowie beteiligte Staaten in der Golfregion die volle Verantwortung dafür tragen, warnte er. Angesichts von US-Medienberichten über einen geplanten neuen Großangriff auf Ziele in Iran hat Teheran bereits mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Staaten am Persischen Golf gedroht. Die von US-Präsident Donald Trump erwogene neue Angriffswelle könnte den Berichten zufolge auch Attacken auf Irans Energieinfrastruktur umfassen. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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