Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesTrump: Angriffe auf Iran abgesagt – „Umrisse einer Einigung“Iran warnt USA vor neuen Angriffen – droht mit GegenschlägenBerichte: USA und Israel planen Angriffe auf iranische Energieanlagen Saudi-Arabien kündigt Bündnis zum Schutz der Schifffahrt an US-Militär beendet weitere Angriffswelle gegen IranLuzia GeierTrump kündigt für heute neue Gespräche mit Iran anUS-Präsident Donald Trump hat nach der vorläufigen Absage weiterer Angriffe auf Iran eine neue Gesprächsrunde mit Vertretern der Islamischen Republik angekündigt. Die Verhandlungen sollten am heutigen Montag stattfinden, sagte er an Bord der Präsidentenmaschine auf dem Flug von New Jersey nach Washington. Wo die Gespräche geführt werden sollen, ob sie auf mehrere Tage angelegt sind und wer genau daran beteiligt ist, ließ er offen.Trump bekräftigte auch seine Darstellung, dass das US-Militär nur auf Bitten von Saudi-Arabien, der Vereinigten Arabischen Emirate, Katars und Irans quasi in letzter Minute von einer neuen Welle vernichtender Angriffe auf Iran abgesehen habe. „Es wäre der größte Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg geworden, und er wäre für sie verheerend gewesen“, sagte Trump. Abgeblasen habe er den Angriff nur, weil die Verbündeten ihm gesagt hätten, dass eine Einigung wohl kurz bevorstehe. Auch Iran habe gesagt, er wolle einen „Deal“ schließen.Iran und die USA hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des seit Ende Februar andauernden Krieges geeinigt. Binnen einer Übergangsfrist von 60 Tagen sollten weitere Details ausgearbeitet werden. Allerdings gab es von Anfang an Zweifel an der Tragfähigkeit des Abkommens - und in der Zwischenzeit auch immer wieder heftige gegenseitige Angriffe. In der Nacht auf Sonntag verkündete Trump dann den vorläufigen Verzicht auf eine weitere Angriffswelle, da es nun „Umrisse einer Einigung“ gebe. Eine Bestätigung mit gleichlautendem Tenor aus Iran gibt es bislang nicht.Luzia GeierSchifffahrtsbehörde: Explosion in der Nähe eines Tankers vor der Küste OmansDie britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO meldet einen Zwischenfall vor der Küste Omans. Der Kapitän eines Tankers berichtet der Behörde zufolge von einer Explosion in unmittelbarer Nähe seines Schiffes. Der Zwischenfall ereignet sich 20 Seemeilen nordöstlich der Hafenstadt Chasab. Schiff und Besatzung sind demnach unversehrt.Saudischer Kronprinz rief Trump zur Deeskalation aufDer saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat der staatlichen saudischen Nachrichtenagentur zufolge am Samstag mit US-Präsident Donald Trump telefoniert und dabei die Notwendigkeit betont, "dem Dialog Priorität einzuräumen, um die Spannungen im Nahen Osten abzubauen", wie es hieß.Zuvor hatte bereits die US-Nachrichtenseite Axios über das Gespräch berichtet. Demnach hatte bin Salman mit Trump gesprochen, um angesichts des geplanten neuen Angriffs die Sorge des sunnitischen Königreichs auszudrücken, das mit dem schiitisch geprägten Iran um die Vorherrschaft in der Region ringt. Unter Berufung auf mit dem Gesprächsinhalt vertraute US-Quellen berichtete Axios weiter, der Kronprinz habe Trump zur Deeskalation aufgerufen und ihn um "Klarheit bei der Vorgehensweise" gebeten.Trump hatte am Freitag angekündigt, man werde Iran "sehr hart" angreifen - und "irgendwann werden sie es nicht mehr aushalten können". Übereinstimmende US-Medienberichte sprachen von einem bevorstehenden Großangriff auf Ziele in Iran, der auch Attacken auf Irans Energieinfrastruktur umfassen sollte.Teheran drohte daraufhin mit Gegenangriffen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Staaten am Persischen Golf. In der Nacht zum Sonntag sagte Trump die angekündigte Angriffswelle dann ab.Trump: Angriffe auf Iran abgesagt – „Umrisse einer Einigung“Aufgrund angeblicher Fortschritte bei den Bemühungen um eine diplomatische Einigung mit Iran hat US-Präsident Donald Trump eine neue Angriffswelle des amerikanischen Militärs nach eigenen Angaben vorerst abgesagt. Voraussetzung dafür sei, dass schnell eine Einigung erreicht werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Das US-Militär stehe mit all seiner Macht zum Angriff bereit, aber Iran und andere Länder in der Region hätten darum gebeten, von einer Attacke abzusehen, da es nun „Umrisse einer Einigung“ gebe. Dazu gehöre die komplette Öffnung der Straße von Hormus und „ein Ende der von Iran ausgehenden atomaren Bedrohung“, schrieb Trump. Auch Israel werde sich an die Vereinbarung halten, Iran vorerst nicht wieder anzugreifen.Weitere Einzelheiten zu dem angeblichen diplomatischen Durchbruch nannte Trump zunächst nicht. Der Iran oder Staaten in der Region, die an den Gesprächen beteiligt waren, äußerten nicht unmittelbar dazu.Iran: Werden bei neuen US-Angriffen entschlossen reagierenIrans Außenminister Abbas Araghtschi hat in einem Gespräch mit seinem saudi-arabischen Kollegen Faisal bin Farhan vor einer neuen militärischen Eskalation im Krieg mit den USA gewarnt. Die schlagkräftigen Streitkräfte seines Landes würden auf jeden Akt der Aggression entschlossen reagieren, schrieb Araghtschi auf der Plattform Telegram. Im Falle neuer Angriffe müssten die USA, Israel sowie beteiligte Staaten in der Golfregion die volle Verantwortung dafür tragen, warnte er. Kuwait meldet iranischen Angriff und Abschuss von DrohnenKuwait hat nach eigenen Angaben heute feindliche Drohnen in seinem Luftraum zerstört. Die kuwaitische Armee sprach von einem iranischen Angriff, bei dem eine Regierungseinrichtung im Norden des Landes und ziviles Eigentum eines Unternehmens auf der Insel Bubiyan getroffen worden seien. Herabfallende Trümmer hätten Sachschäden verursacht. Opfer habe es nicht gegeben. Seit der jüngsten Eskalation zwischen den USA und Iran stand Kuwait bereits mehrfach unter Beschuss. In dem Golfstaat sind wie in anderen Ländern der Region US-Truppen stationiert, die wiederholt Ziel iranischer Vergeltungsangriffe geworden sind. Tanker in Straße von Hormus angegriffen – Maschinenraum beschädigtIn der Straße von Hormus ist vor der Küste des Omans erneut ein Tanker angegriffen worden. Er sei von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, das Schäden am Maschinenraum verursacht habe, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt. Es gebe keine Verletzten oder Umweltschäden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 20 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Lima. Iran verlangt, dass Schiffe in der Straße von Hormus eine Route entlang seiner Küste nehmen. Teheran hat wiederholt erklärt, nur die von Iran vorgegebene Route durch die Meerenge sei sicher.Iran warnt USA vor neuen Angriffen – droht mit GegenschlägenAngesichts von US-Medienberichten über einen geplanten neuen Großangriff auf Ziele in Iran droht Teheran mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die USA müssten sich bewusst sein, dass Energieanlagen von weltweiter Bedeutung in Saudi-Arabien und in Katar innerhalb der Reichweite iranischer Raketen lägen, hieß es bei Fars weiter. Auch Anlagen in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden genannt.Es gebe einen umfassenden Plan für Gegenschläge, zitierte Tasnim einen ranghohen iranischen Sicherheitsbeamten. Irans Militär habe bereits zuvor demonstriert, dass es die Fähigkeit und die Entschlossenheit für Gegenangriffe habe. Die US-Medien zufolge geplanten amerikanisch-israelischen Angriffe auch auf Infrastrukturziele in Iran seien ein Akt des Wahnsinns.US-Medien: Trump erwägt Angriffe auf iranische ZieleUS-Präsident Donald Trump erwägt US-Medienberichten zufolge bereits an diesem Wochenende neue Angriffe auf Ziele in Iran. Das berichteten etwa der US-Sender CBS News und das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dem Bericht von CBS News zufolge könnte dabei Israel wieder in den Krieg einsteigen. Zuletzt hatten sich Israel und Iran Anfang Juni gegenseitig angegriffen. Laut der Nachrichtenseite Axios könnten die neuen Attacken die Energieinfrastruktur in Iran ins Visier nehmen. Eine finale Entscheidung habe Trump noch nicht getroffen.Berichte: USA und Israel planen Angriffe auf iranische Energieanlagen Die USA und Israel planen Medienberichten zufolge Angriffe auf die Energie-Infrastruktur in Iran. Die Bombardierungen könnten am Wochenende stattfinden, berichtet der Sender CBS News unter Berufung auf Insider. Auch das Wall Street Journal berichtet das. US-Präsident Donald Trump müsse jedoch noch endgültig grünes Licht für die Einsätze geben. Es sei im Gespräch, die Militärschläge vor der Öffnung der Finanzmärkte zu Wochenbeginn abzuschließen. Dem Sender zufolge wäre dies eine der bislang härtesten Militäraktionen gegen iranische Energieanlagen im Krieg der USA und Israels gegen Iran. Die Schläge sollen darauf ausgerichtet sein, Iran zur Kapitulation zu drängen. Iranische Armee: Haben US-Militäreinrichtungen in Kuwait angegriffen Die iranische Armee hat nach eigenen Angaben Einrichtungen des US-Militärs in Kuwait mit Drohnen angegriffen. Ziel sei der Stützpunkt Ahmed al-Dschaber gewesen, berichten iranische Staatsmedien unter Berufung auf die Armee. Der Angriff sei eine Antwort auf die jüngsten Attacken der USA auf ein Wohnhaus auf der Insel Keschm und andere Ziele in Iran. Saudi-Arabien kündigt Bündnis zum Schutz der Schifffahrt an Saudi-Arabien hat nach Angriffen auf seine Schiffe ein Militärbündnis angekündigt zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer und der wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. Teil der Allianz sind nach saudischen Angaben 14 Länder, darunter die Golfstaaten Kuwait, Katar und Bahrain sowie Pakistan, die Türkei, Ägypten und Jordanien. Das Bündnis solle die Freiheit der Schifffahrt sowie internationale Routen für Handel und die weltweite Energieversorgung schützen, teilte das saudische Verteidigungsministerium nach einem Treffen zur Allianz in Riad mit. Saudi-Arabien solle die Koalition als Gründungs- und Führungsstaat leiten. Die Huthi-Miliz hatte am 20. Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer angekündigt und sich seitdem zu einer Reihe von Angriffen auf die Schifffahrt bekannt. Das Königreich reagierte mit Luftangriffen auf Stellungen der Huthi in Jemen. Die Spannungen im Roten Meer sind Teil des umfassenderen Konflikts mit Iran. Die Europäische Union hatte bereits 2024 eine eigene Marinemission im Roten Meer gestartet, um die Freiheit der Schifffahrt nach Angriffen der Huthi zu sichern.„Sicherheit zur See ist eine gemeinsame Verantwortung“, teilte das Ministerium mit. Dies solle durch gemeinsame Militäreinsätze, Planungen und Übungen sowie den Austausch von Geheimdienstinformationen erreicht werden. Die Allianz sei in ihrer Natur aber „rein defensiv“ und habe nicht das Ziel, einen Staat, ein anderes Bündnis oder eine internationale Organisation anzugreifen. Iran warnt Bulgarien und Zypern wegen US-Militärpräsenz Iran fordert Bulgarien auf, die vorübergehende Stationierung von US-Militärflugzeugen auf dem Luftwaffenstützpunkt Besmer zu überdenken. In einem Telefonat mit seiner bulgarischen Amtskollegin Welislawa Petrowa-Tschamowa bezeichnet Außenminister Abbas Aragtschi die Genehmigung als Beihilfe zu einer Aggression gegen sein Land, wie iranische Staatsmedien berichten. In einem weiteren Gespräch mit dem zyprischen Außenminister Constantinos Kombos dringt Aragtschi darauf, dass ausländische Militärbasen auf Zypern nicht gegen Iran eingesetzt werden. Das bulgarische Parlament hat die Stationierung von bis zu acht US-Tankflugzeugen und 250 Soldaten gebilligt. Auf Zypern befinden sich zwei britische Militärstützpunkte, die den USA für Verteidigungsschläge gegen iranische Raketen zur Verfügung stehen. Luzia GeierUS-Militär beendet weitere Angriffswelle gegen IranDas US-Militär hat nach eigenen Angaben seine Angriffswelle gegen Ziele in Iran „erfolgreich“ beendet. Es seien unter anderem militärische Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen sowie Küstenüberwachungs- und Verteidigungsanlagen bombardiert worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen (MESZ) auf der Plattform X mit. Die „schwere“ Angriffswelle sei eine Antwort auf die am Vortag versuchten Raketenangriffe Irans auf US-Truppen in der Region gewesen, hieß es.Der iranische Rundfunk hatte eine Stellungnahme der Revolutionsgarde verbreitet, wonach der Angriff einer US-Militärbasis in Jordanien gegolten habe. Es seien alle Raketen abgefangen worden, erklärte Centcom. Die Angriffe aus Iran waren zu einem Zeitpunkt erfolgt, nachdem das US-Militär seine eigenen tagelangen Angriffe auf Iran gerade erst pausiert hatte. Die vom US-Militär daraufhin in der heutigen Nacht durchgeführten Gegenangriffe auf Ziele in Iran hätten darauf abgezielt, „die Bedrohungen, die von Iran und seinen Stellvertretern für die amerikanischen Streitkräfte, die Handelsschifffahrt und die Nachbarländer am Persischen Golf ausgehen“, weiter zu verringern, teilte das US-Militär weiter mit. Iranische Medien hatten zuvor mehrere Explosionen im Süden der Islamischen Republik gemeldet.Luzia GeierWieder nächtliche Explosionen in IranNach Beginn der neuen Angriffe des US-Militärs gegen Ziele in Iran haben örtliche Medien in der Nacht Explosionen im Süden des Landes gemeldet. Die der Revolutionsgarde nahestehende Nachrichtenagentur Fars berichtete über Angriffe auf der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie in der Provinz Buschehr. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog zum Krieg in Nahost: Trump kündigt für heute neue Gespräche mit Iran an
Der US-Präsident will eine Angriffswelle auf Iran in letzter Minute gestoppt haben. Heute soll es eine Annäherung geben.









