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In unserer Gesprächsreihe »Meine Schule des Lebens« erzählen prominente Menschen von ihrem Bildungsweg.

DIE ZEIT: Frau Schalansky, Sie wollten sich mit uns hier in der Berliner Staatsbibliothek am Potsdamer Platz treffen, wo Sie fast alle Ihre Bücher geschrieben haben. Seit wann kommen Sie zum Arbeiten hierher?

Judith Schalansky: Seit August 99. Damals machte ich ein Praktikum bei der Berliner Zeitung und hatte hier zu recherchieren. Ich erinnere mich genau, wie ich zum ersten Mal diese Treppe mit dem besonderen Stufenmaß hochlief: elf Zentimeter, so flach, dass man eher hinaufschreitet als -geht. Ich war sofort verliebt in diesen Ort, fühlte mich augenblicklich klug und erwachsen.