Stand: 03.08.2026 • 17:10 Uhr

Rumänien greift wegen des niedrigen Wasserstands der Donau zu ungewöhnlichen Mitteln: Mit einer Sprengung im Fluss soll mehr Wasser zum AKW Cernavoda geleitet werden. Dort, in Ungarn und in Serbien wird zum Stromsparen aufgerufen.

Rumänien versucht, eine komplette Abschaltung des Atomkraftwerks Cernavoda wegen des niedrigen Wasserstands der Donau zu verhindern. Das Kraftwerk wird ausschließlich mit Donauwasser gekühlt. Da der Fluss derzeit rund ein Drittel weniger Wasser führt als für diese Jahreszeit üblich, ist der Betrieb in Gefahr.

Um den Wasserstand am Kraftwerk zu erhöhen, wurde in einem Donauarm bei Izvoarele ein Felsen gesprengt. Die Gesteinsbrocken sollen mit Lastkähnen an eine andere Stelle gebracht und dort versenkt werden. Das Ziel: den Wasserstand erhöhen, so dass mehr Wasser zum AKW Cernavoda gelangt.

Der Wasserstand ist auch am AKW Cernavoda sehr niedrig. Die Sprengung soll Abhilfe schaffen. Ob das funktioniert, ist unklar.