Die UBS wird in Amerika mit 145 Millionen Dollar gebüsst, weil sie gegen Geldwäscherei-Vorschriften verstossen hatDie amerikanischen Aufsichtsbehörden sehen die Grossbank als Wiederholungstäterin. Deshalb fällt die Busse höher aus als üblich.03.08.2026, 16.23 Uhr2 LeseminutenBereits zum zweiten Mal gehen die amerikanischen Behörden gegen die UBS vor, weil sie gegen die Regeln zur Geldwäschereiprävention verstossen hat.KeystoneDie UBS ist wegen Mängeln in der Geldwäschereiprävention von amerikanischen Aufsichtsbehörden mit einer Busse von 145 Millionen Dollar belegt worden. Die Schweizer Grossbank soll zwischen 2019 und 2023 mehrfach verdächtige Transaktionen nicht rechtzeitig gemeldet haben.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Gemäss der amerikanischen Behörde für die Bekämpfung von Geldwäscherei (Fincen) handelt es sich um die grösste Busse gegen einen Wertpapierhändler und Anlagenvermittler («Broker-Dealer»), die sie je wegen eines Verstosses gegen die Bank Secrecy Act ausgesprochen hat. Die Behörde betrachtet die UBS als Wiederholungstäterin, weil sie bereits 2018 für ein ähnliches Problem gebüsst worden war.Damals hatte sie der UBS eine Strafzahlung von 14,5 Millionen Dollar auferlegt, weil die Bank von 2004 bis 2017 Korrespondenzkonten, die ausländische Banken bei ihr unterhielten, nicht korrekt prüfte. Damals wie heute stehen Fremdwährungs-Transaktionen im Zentrum. Im aktuellen Fall soll die UBS zudem ihre Sorgfalt insbesondere im Umgang mit Hochrisiko-Kunden aus Russland und Lateinamerika vernachlässigt haben.Die Fincen selbst hat eine Busse von 125 Millionen Dollar ausgesprochen. Parallel dazu büsst auch die Börsenaufsicht SEC die UBS mit 20 Millionen Dollar. Die UBS muss zudem zusammen mit einer Drittpartei alle verdächtigen Transaktionen, die sie verpasst haben könnte, noch einmal überprüfen. Ausserdem muss die Bank ihr System zur Abwehr von Geldwäscherei von unabhängiger Seite prüfen lassen.Der Gesamtbetrag der Busse ist substanziell, allerdings haben amerikanische Bankenaufseher auch schon härter zugeschlagen. Fincen beispielsweise hat 2024 die kanadische TD Bank wegen Verstössen gegen die Bank Secrecy Act bereits einmal mit 1,3 Milliarden Dollar gebüsst. Ausserdem hat die Behörde der selben Bank für vier Jahre einen unabhängigen Aufpasser ins Haus geschickt, weil sie die Geldwäschereigesetze «chronisch» verletzt habe.Passend zum Artikel
Die UBS wird in Amerika mit 145 Millionen Dollar gebüsst
Die amerikanischen Aufsichtsbehörden sehen die Grossbank als Wiederholungstäterin. Deshalb fällt die Busse höher aus als üblich.











