Mit dem Namen Adenauer verbinden viele bis heute den ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Konrad Adenauer. Liebhaber von Mode mit maritimem Einschlag dürften zudem die gleichnamige Marke Adenauer & Co. kennen, die Freizeitmode vertreibt und vom Enkel des ehemaligen Kanzlers, Andreas Adenauer, gegründet wurde. Wie zuerst die „Wirtschaftswoche“ berichtete , musste das Label nun Insolvenz anmelden.Adenauer gründete die Modekette im Jahr 2011 und betrieb zuletzt 59 Filialen in Deutschland, die meisten davon im Norden der Republik. Mehr als 200 Mitarbeiter sorgten für einen Umsatz von etwa 40 Millionen Euro, wie Adenauer der „Wirtschaftswoche“ mitteilte.Bereits am 15. Mai hatte das Unternehmen beim Amtsgericht Düsseldorf einen Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt, am 1. August sind laut „Wirtschaftswoche“ die einzelnen Verfahren der gesamten Unternehmensgruppe in Eigenverwaltung eröffnet worden. Die Gehälter der Angestellten seien bis Ende Juli im Rahmen der Regelungen zum Insolvenzgeld gesichert worden. Beim Insolvenzverfahren wird das Unternehmen von der Spezialisten-Kanzlei Voigt Salus betreut.

Gegenüber der „Wirtschaftswoche“ zeigte sich Adenauer optimistisch, dass das Unternehmen das Insolvenzverfahren überstehen kann. „Unser Problem ist nicht das Produkt. Wir hatten ein Betrugsproblem“, sagte er der Düsseldorfer Zeitung. Dabei bezieht er sich auf das Werk des Unternehmens in der Türkei, das während der Coronapandemie eröffnet wurde.Dort habe sich einerseits die hohe Inflation negativ auf die Produktion ausgewirkt, zudem sollen Kriminelle Gelder veruntreut und ihn mit falschen Zahlen getäuscht haben. So sei ein Schaden im einstelligen Millionenbereich entstanden, der das Unternehmen schließlich in die Insolvenz getrieben habe.