Der Ebola-Ausbruch in der DR Kongo bricht etliche Rekorde. Hoffnung liegt auf der Entwicklung neuer Impfstoffe und Geld aus afrikanischen Staaten.

An Ebola erkrankte Person in einem Behandlungszentrum in Rwampara in der Demokratischen Republik Kongo

Moses Sawasawa/ap/dpa

„Ich kann nicht behaupten, dass wir diesen Ausbruch heute vollständig unter Kontrolle haben.“ Mit diesen Worten begann Jean Kaseya, Chef der afrikanischen Seuchenbekämpfungsbehörde (Africa CDC), seine wöchentliche Pressekonferenz, um über den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik zu informieren. Die Zahlen lassen nur einen Schluss zu: Der Ausbruch ist außer Kontrolle.

Mittlerweile bricht er sogar alle Rekorde: Mit fast 3.700 positiven Fällen und mehr als 1-600 Toten handelt es sich um den schlimmsten Ausbruch im Kongo sowie dem schnellsten Ausbruch in der Geschichte der Menschheit. Mittlerweile sterben rund 300 Menschen pro Woche an dem tödlichen Virus – mehr als 60 Prozent davon zu Hause in ihren Betten. Diese Patienten erreichen die Ebola-Behandlungszentren überhaupt nicht mehr und infizieren damit in ihren Familien und Gemeinden weitere Menschen.