Der israelische Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir wollte Krokodilgräben um Gefängnisse mit palästinensischen Häftlingen ziehen lassen. Das Bezirksgericht Jerusalem stoppte die Pläne des rechtsextremen Politikers mit einer einstweiligen Verfügung, wie israelische Medien übereinstimmend berichteten.Im vergangenen Monat hatte Idit Silman, Israels Umweltministerin, den rechtlichen Status von Nil-Krokodilen von einer geschützten Art zu einem »betreuten Wildtier« geändert, um den Einsatz der Reptilien in Wassergräben zu ermöglichen. Das ebnete den Weg für die Pläne von Ben-Gvir. Daraufhin wurde mit Bauarbeiten für ein Pilotprojekt im Ktzi'ot-Gefängnis in der Negevwüste begonnen.Dort sind unter anderem palästinensische Sicherheitshäftlinge sowie während des Gazakriegs festgenommene Palästinenser inhaftiert. Bei sogenannten Sicherheitshäftlingen handelt es sich um Menschen, die wegen sicherheitsrelevanter Vergehen inhaftiert wurden – viele davon in administrativer Haft. Dabei werden Verdächtige aus Sicherheitsgründen für sechs Monate oder länger ohne offizielle Anklage festgenommen.
Kritik von Tierschutzorganisation und NaturbehördeEine Tierschutzorganisation hatte gefordert, Krokodile als geschützte Art einzustufen. Auch warf sie der israelischen Umweltministerin Silman vor, bei ihrer neuerlichen Einordnung von Nil-Krokodilen fachliche Gutachten ignoriert zu haben. Kritik hatte auch die israelische Natur- und Parkbehörde geäußert. Sie warnte vor den Risiken für das Ökosystem durch die Einführung von nicht heimischen Raubtieren. In der Vergangenheit habe die Zucht von Krokodilen zu zahlreichen Problemen geführt – darunter Vorfälle, bei denen Krokodile in die Wildnis entkamen, sowie Gefahren für Menschenleben, hieß es weiter.















