Am texanischen Standort Fort Bliss der U.S. Army in El Paso hat das US-Verteidigungsministerium die Errichtung von insgesamt zehn Kasernengebäuden für bis zu 560 Militärangehörige im 3D-Druckverfahren in Auftrag gegeben. Zwei der energieeffizienten, auf lange Haltbarkeit ausgelegten Gebäude sind nun eröffnet worden. Im September 2026 sollen die restlichen acht Gebäude, die bereits im Rohbau vorliegen, fertiggestellt sein.

Für den Druck der Gebäuderohbauten nutzt die U.S. Army einen 3D-Drucker in Form eines frei beweglichen Roboterarms, der die Gebäude schichtweise errichtet. Über eine Düse wird das Betonmaterial nach Plan zugeführt und aufgetragen. Die Kasernengebäude nehmen insgesamt eine Fläche von 7250 m² ein und ersetzen ältere, provisorische Unterbringungen.

Zehn Rohbauten in 58 Tagen

Die zehn Rohbauten wurden dabei in lediglich 58 Tagen gedruckt. Zwei davon sind bereits vollständig ausgebaut. Der Zeitplan sieht vor, dass die übrigen acht Gebäude im September 2026 fertiggestellt sind. Von der Auftragsvergabe bis zur geplanten Übergabe sind lediglich neun Monate vergangen.

Die U.S. Army nennt mehrere Gründe für die Nutzung des 3D-Druckverfahrens für die Errichtung der Gebäude im Gegensatz zu klassischen Bauverfahren. So sei der Bau schneller und kostengünstiger möglich. Die Army spricht in diesem Zusammenhang von einer Kostensenkung im Vergleich zu Standard-Bauvorgaben des U.S. Army Corps of Engineers um 9,3 Prozent. Die Fertigstellung gelingt etwa viermal so schnell wie mit herkömmlichen Bauverfahren.