Stand: 03.08.2026 • 07:12 Uhr
In den USA wächst der Widerstand gegen Rechenzentren - weil sie Lärm machen, viel Kühlwasser verbrauchen und oft die Luft verpesten. Häufig stehen die Anlagen in Wohngebieten, was die Anwohner nervt - über Parteigrenzen hinweg.
Es ist ein Geräusch, das Hari Doue als "heulend", als "hoch" beschreibt. Es erinnert sie an ein Flugzeug - oder an eine Maschine, die pausenlos läuft. Das Geräusch kommt vom neuen Nachbarn der Familie, einem Rechenzentrum, das nur etwa 150 Meter entfernt steht. Vor rund einem Jahr nahm es seinen Betrieb auf.
Doch der örtliche Energieanbieter kann nicht genug Strom liefern für alle Rechenzentren, die in jüngster Zeit hier in Northern Virginia wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Deshalb läuft diese Anlage seitdem im Notbetrieb, ununterbrochen: Den Strom liefern die eigenen Gasturbinen. Und wenn es besonders heiß ist, springen zusätzlich Dieselgeneratoren an. Beides macht Lärm und schlechte Luft.
Ethan und Lucas, Hari Doues neunjährige Zwillinge, gehen jetzt nur noch selten zum Spielen raus. Der Lärm nervt sie. Und sie schlafen deswegen auch schlecht. Dabei ist ihr Viertel in Sterling, im Speckgürtel von Washington gelegen, eigentlich eine ruhige Wohngegend.







