Vor allem in den USA wollen Tech-Unternehmen wegen der hohen Beliebtheit von Künstlicher Intelligenz immer mehr Rechenzentren bauen. Im Bundesstaat Georgia allein gibt es inzwischen mehr als 200 Rechenzentren. Der Wasserbedarf dieser Anlagen ist enorm. Das ist einer der Gründe, warum neue Bauvorhaben zunehmend auf Widerstand und Proteste der Bevölkerung stoßen. Der gesamte Bundesstaat leidet unter teils extremer Dürre. Gouverneur Brian Kemp rief den Notstand aus, als Reaktion auf eine der schlimmsten Waldbrandserien in Georgia seit Jahren.Anzeige

Das Vorgehen im Rechenzentrum in Fayetteville, das ebenfalls in Georgia liegt, dürfte entsprechend nicht dabei geholfen haben, die Datenzentren in ein positives Licht zu rücken. Die Anlage hat unbemerkt etwa 30 Millionen Gallonen Wasser verbraucht – und das, ohne dafür zu bezahlen. Eine Gallone entspricht etwa 3,8 Litern Wasser, 30 Millionen Gallonen sind etwa 114 Millionen Liter Wasser. Mit dieser Menge lassen sich zum Beispiel 44 olympische Schwimmbecken befüllen.

Gewissheit über Wasserverbrauch vom Rechenzentrum auf Facebook veröffentlicht

Die Details wurden in einem Schreiben des Wasserversorgungsunternehmens von Fayette County an den Bauträger „Quality Technology Services“ (QTS) schon im Mai 2025 offengelegt. In diesem Schreiben ist von einer rückwirkend zu zahlenden Gebühr von knapp 150.000 Dollar die Rede. Das Schreiben wurde von einem Anwohner auf Facebook veröffentlicht, der das Dokument auf Anfrage erhielt.Anzeige