Nach dem Aus für die Investorenpläne von Gianni Infantino kämpft der Fifa-Präsident um seine Wiederwahl. Gegenkandidaten werden bereits aufgebaut.

Plötzlich nicht mehr unantastbar: Fifa-Boss Gianni Infantino muss nun doch Wahlkampf machen

Eric Gay/ap/dpa

Was für ein Absturz! Es ist gerade einmal zwei Wochen her, da musste Gianni Infantino, der Präsident des Internatioalen Fußballverbands, glauben, er sei unantastbar. Er ließ sich rund um das Endspiel der Fußball-WM für ein Turnier feiern, mit dem die Fifa sagenhafte 15 Milliarden US-Dollar umgesetzt hatte. Die WM sei das „das größte soziale und kulturelle Ereignis gewesen, das die Menschheit je erlebt hat“, sagte er auf einem Empfang im Trump Tower in New York, an dem neben etlichen Milliardären auch US-Präsident Donald Trump teilgenommen hatte.

Auf die bis dato übliche Pressekonferenz des Fifa-Präsidenten zum Ende einer WM verzichtete Infantino und lederte vielmehr in einem Instagram-Post gegen alle, die das Mega-Event kritisch gesehen haben. Dazu verkündete er auf der Plattform seiner Wahl, bei der die Kommentarfuktion stets deaktiviert ist, dass schon über 200 der 211 Fifa-Verbände zugesichert hätten, ihn zu unterstützen, wenn 2027 turnusgemäß die Wahl des Fifa-Präsidenten ansteht. Keine zwei Wochen hat es dann gedauert und die Vorstellung, Infantino könnte seinen Posten an der Spitze der Fifa verlieren, ist kein Hirngespinst mehr.