Die Donau führt so wenig Wasser wie nie: Ungarn schaltet erstmals sein Atomkraftwerk komplett ab. Was das für Stromverbraucher jetzt bedeutet.
Die Donau führt stellenweise nur ein Drittel seines üblichen Wassers
Bernadett Szabo/reuters
dpa | Wegen des historisch niedrigen Wasserstands an der Donau schaltet Ungarn sein Atomkraftwerk Paks vollständig ab. Wie Ministerpräsident Péter Magyar bei Facebook mitteilte, sollte der letzte Reaktorblock in der Nacht zum Sonntag heruntergefahren werden, sodass das Kraftwerk erstmals in den 44 Jahren seiner Existenz komplett abgeschaltet sein wird.
Das AKW Paks mit seinen vier Reaktorblöcken liegt etwa 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Budapest und bezieht sein Kühlwasser aus der Donau. Der Fluss hat an seinem Unterlauf stellenweise nur ein Drittel des durchschnittlich im Juli gemessenen Wasserstands. Der Klimawandel macht derartiges Niedrigwasser wahrscheinlicher: Hohe Temperaturen begünstigen die Verdunstung, außerdem können Perioden ohne Niederschlag länger werden.










