Viel Zucker und Kalorien, wenig Ballaststoffe und Vitamine: Fertigessen birgt Gesundheitsrisiken. Viele Staaten haben deshalb strengere Auflagen beschlossen, etwa eine Zuckersteuer oder Warnhinweise auf der Packung. Große Konzerne ziehen wegen solcher Auflagen häufig vor Gericht und behindern laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dadurch die weltweiten Anstrengungen gegen Übergewicht.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus warf den globalen Lebensmittelunternehmen vor, Milliardenkosten zu verursachen – sowohl im Gesundheitssystem als auch durch juristische Auseinandersetzungen.Das Risiko von ÜbergewichtWeltweit haben etwa eine Milliarde Menschen starkes Übergewicht. Eine ungesunde Ernährung erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und Krebs. Gleichzeitig steigt der Konsum hoch verarbeiteter Lebensmittel wie Softdrinks, Süßigkeiten und Fertigessen. In einigen Ländern machen sie laut Schätzungen etwa die Hälfte der Ernährung aus, etwa in Deutschland, Großbritannien oder den USA.

Zwischen den Jahren 2010 und 2025 sind in den USA, Großbritannien, Mexiko, Brasilien und Kolumbien 235 Klagen gegen gesundheitspolitische Maßnahmen eingereicht worden wie höhere Steuern, Warnhinweise oder Werbeverbote, berichtet der »Guardian« . Zu den klagenden Unternehmen gehören der Recherche nach etwa Coca-Cola, PepsiCo, Mondelēz, Kellogg’s, Danone, Ferrero, Xignux und die Heartland Food Products Group.