Rechtsextreme in der Regierung, davor sorgen sich viele in Mecklenburg-Vorpommern. Unsere Autorin lebt mit welchen im gleichen Dorf. Und hält laut dagegen.

Birgit und Horst Lohmeyer in ihrem Garten

Sebastian Wells/Ostkreuz

Am 20. September wählt Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag. Dann wird sich zeigen, ob sich die düsteren Deutungen, dass immer mehr Ostdeutsche die Demokratie in Zweifel ziehen, bewahrheiten.

Je nach Umfrage wollen aktuell 36 bis 40 Prozent in meinem Bundesland der verfassungswidrigen Rechts-außen-Partei AfD ihre Stimme geben. Autokratie scheint hier nicht mehr verpönt, sondern denkbar und von vielen gewollt zu sein. Unrealistische Erwartungen, persönliche Verletztheit, etwa durch „nicht gewürdigte Lebensleistungen“, Zweifel an der eigenen Selbstwirksamkeit, immer wieder ausgedrückt als „die da oben“, und Groll auf politische Man­dats­trä­ge­r*in­nen prägen die politische Stimmung vor Ort.