Alles begann mit einem Lied über den Mond. Dieter Hallervorden, 90 Jahre alt, in Dessau geboren, stand dieser Tage mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze auf einer CDU-Bühne, das Format heißt „Kultur braucht Freiheit“.

Und irgendwann dann sang er einen Vers, der Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius empfiehlt, ihre Kriege doch bitte auf dem Mond auszutragen. Das Publikum kam, der Saal war voll, für Dessau liegen rund 600 Anmeldungen vor.

Und die Bundes-CDU? Sie distanziert sich.

Der Anlass ist ein Standbild in einem Hintergrundvideo, auf dem ein Demonstrationsschild mit dem Schriftzug „Stoppt den Völkermord in Gaza“ zu sehen war. CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann stellte daraufhin klar, für die CDU Deutschlands gebe es keinen Völkermord in Gaza, man stehe an der Seite Israels; Kunstfreiheit gelte, müsse aber mit deutlichem Widerspruch leben. Unklar ließ sie, ob sie dieses Prinzip adaptiert auch für Bundes- und Außenpolitik akzeptiert. Man darf daran zweifeln.

Der sachsen-anhaltinische CDU-Landesverband jedenfalls konterte mit einem Satz, den man sich in Berlin einrahmen sollte: Man dürfe das Streiten nicht verlernen.