Sowohl Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez als auch die Regierungschefs von 22 der 27 EU-Mitglieder hatten eine entsprechende Videokonferenz gefordert – allerdings aus unterschiedlichen Gründen. Während mehrere EU-Mitgliedstaaten die spanische Regierung kritisierten, warf Pedro Sánchez einigen Partnern eine »egoistische« und »rechtswidrige« Reaktion vor. Ihre Haltung sei von »Vorurteilen, Falschinformationen, Unwissenheit oder politischen Interessen« geprägt. Das könne sich die Europäische Union derzeit nicht leisten, schrieb er in einem Brief an die Spitzen der europäischen Institutionen.In dem gemeinsamen Schreiben der 22 Staats- und Regierungschefs hieß es hingegen, es dürfe nicht zugelassen werden, »dass massenhafte und unkontrollierte Grenzübertritte, die Instrumentalisierung von Migration oder andere hybride Bedrohungen den Eindruck erwecken, es sei möglich, illegal in die Europäische Union einzureisen«. Eine illegale Einreise dürfe nicht in einen legalen Aufenthalt übergehen. Dies kann als Spitze gegen die spanische Regierung verstanden werden, die im Frühjahr damit begonnen hatte, Hunderttausenden irregulär Eingereisten eine Aufenthaltsgenehmigung zu erteilen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den offenen Brief unterzeichnet.
Ceuta: EU-Innenminister beraten am Dienstag über Lage in Exklave
Seit dem Ansturm auf die Exklave Ceuta überziehen sich Spanien und einige EU-Staaten gegenseitig mit Vorwürfen. Nun soll es eine Aussprache geben.










