Die meisten Menschen erinnert der Geruch von Benzin an Rasthöfe und Berufsverkehr: David Marchandise erinnert er an die Werkstatt seiner Eltern in Nordfrankreich, an ölverschmierte Hände und die Schrottplätze, die er als Kind mit seinem Großvater Emile durchstreifte. Die Familie wohnte direkt neben der Tankstelle. „Für mich war es das Paradies.“
Später kam er als Soldat nach Westberlin. Er blieb der Liebe wegen in der Stadt, arbeitete als Elektromechaniker, repariert und modernisiert heute Aufzüge. Frankreich aber blieb in ihm. Und irgendwann stand da dieser kristallblaue Citroën 2CV aus dem Jahr 1969 – ein Stück Kindheit auf schmalen Reifen. In Deutschland heißt der Wagen Ente. In Frankreich: „la deuche“.
Eigentlich wollte er einen Citroën Méhari
Nachdem der 59-Jährige einem Freund half, einen alten Citroën 11 CV zu reparieren, einen sogenannten Traction Avant, wollte er einen eigenen Oldtimer. Sein Traum war zunächst ein Citroën Méhari, jenes offene Kunststoffauto, das in den Filmen über die Gendarmen von Saint-Tropez herumfährt.
Doch ein Méhari war in Deutschland schwer zu bekommen, die Zulassung kompliziert. „Dann eben eine Ente“, sagt Marchandise. Nach intensiver Suche fand er 2013 eine 2CV AZA aus dem Jahr 1969. Das Auto war vollständig, aber in einem erbärmlichen Zustand. Für 2700 Euro kaufte er, wie er selbst sagt, ein „Schrottauto“.







