Die Lage in Ceuta scheint sich etwas zu entspannen: Immer mehr Menschen, die in den vergangenen Tagen die spanische Exklave in Nordafrika erreicht hatten, kehren offiziellen Angaben zufolge nach Marokko zurück.Bis zum Abend seien es bereits mehr als 48.000 gewesen, berichteten der spanische Sender RTVE und die Zeitung »El País« übereinstimmend. Die Medien beziehen sich auf Zahlen des spanischen Innenministeriums. Insgesamt sollen bis zu 60.000 Migrantinnen und Migranten aus Marokko nach Ceuta gekommen sein. Zum Vergleich: In der Stadt leben rund 80.000 Menschen, sie ist keine 20 Quadratkilometer groß.
Der Andrang hatte die Exklave in einen Ausnahmezustand versetzt: Bilder zeigen junge Männer und Jugendliche, aber auch Frauen und Kinder, die auf dem Gebiet unterwegs waren. Rauch stieg über der Stadt auf. Aus Sorge vor Plünderungen blieben zahlreiche Geschäfte geschlossen.
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach bei einem Besuch in Ceuta von einem »Angriff« und einer »Verletzung der territorialen Integrität« seines Landes. Erstmals seit 2021 – damals überquerten etwa 10.000 Menschen innerhalb weniger Tage die Grenze – setzt die Regierung in Madrid wieder Militär ein, um die Grenzsicherung zu unterstützen. Und obwohl Kritikerinnen und Kritiker Marokko für das Chaos mindestens mitverantwortlich machen, mied Sánchez zumindest bei seinem Besuch jeden Vorwurf gegen den afrikanischen Staat. (Hier geht es zu den Hintergründen .)










