Die Europäische Zentralbank hat kürzlich Vorschläge für neue Euro-Geldscheine gemacht. Nun stellt die luxemburgische Verteidigungsbehörde eine Motivauswahl vor: Panzer, Gewehr, Militärsatellit. Die Kritik ist massiv.
Vögel, Kultur, Wissenschaft und Geschichte seien „top“ und „unsere Identität“, aber auch die europäische Sicherheit könne auf neuen Geldscheinen abgebildet werden. Mit diesem Hinweis mischt sich die luxemburgische Verteidigungsbehörde in die Debatte um die nächste Motivserie der Euronoten ein. Die „Direction de la Defense“ präsentiert bei Facebook sechs Motive, das sind: ein A400M-Transportflugzeug auf dem 5-Euro-Schein, das Command, Liaison and Reconnaissance Vehicle auf dem 10-Euro-Schein, der Gov-Sat-Satellit auf dem 20-Euro-Schein, das A330-MRTT-Transport- und Tankflugzeug auf der 50-Euro-Banknote, ein Jaguar-Radpanzer auf der 100-Euro-Banknote und das Sturmgewehr der luxemburgischen Armee von Heckler & Koch auf dem 200-Euro-Schein. Geholfen beim Design der Geldscheine hatte Künstliche Intelligenz.
Die Aufregung über den Vorschlag ist parteiübergreifend groß. „Habt ihr sie noch alle!“, erwidert der sozialistische Politiker Claude Haagen. Andere vermuten einen Scherz. „Vielleicht ist es nur ein (schlechter) Witz. Vielleicht sollte es einfach nur ein bisschen kreativ sein. Aber auch Witze vermitteln eine Botschaft“, formuliert der Sozialist Yves Cruchten auf seinem Profil. Verteidigung sei zwar notwendig, Luxemburg dürfe jedoch nicht „die Aufrüstung feiern“.














