Unter dem Motto „Gemeinsam gedenken. Zusammenhalt zeigen“ hat der LSVD Verband Queere Vielfalt Berlin Brandenburg eine Mahnwache am Tatort des CSD-Attentats organisiert. Auch der Berliner CSD e.V. ruft zur Teilnahme auf. Am kommenden Sonntag, von 18 bis 20 Uhr, sind Menschen dazu eingeladen, am Ahornsteig im Großen Tiergarten der Opfer zu gedenken.
Am vergangenen Samstagabend war der Berliner CSD abgebrochen und evakuiert worden, nachdem ein Attentäter mit einem Auto in die Menschenmenge gefahren war. Eine 65-jährige Frau starb, 29 weitere wurden teils schwer verletzt. Der Attentäter wurde zwanzig Stunden später in einer Spandauer Gartenlaube von der Polizei erschossen. Er hatte mit einem Messer die Kräfte des Spezialeinsatzkommandos angegriffen.
Der Tiergarten war schon in den vergangenen Tagen Ort des Gedenkens. An mehreren Bäumen auf der Strecke der Terrorfahrt wurden Blumen und Schilder niedergelegt. Seelsorger kümmerten sich vor Ort um Betroffene. Auch vor dem Brandenburger Tor entstand ein Blumenmeer.
Nach dem CSD-Anschlag: Brief an den Bundeskanzler
Neben Trauer und Bestürzung sind seit dem Anschlag auch Forderungen an Politik und Justiz laut geworden. Nun hat die Berliner Senatorin für Vielfalt und Antidiskriminierung, Cansel Kiziltepe (SPD), Friedrich Merz in einem Brief aufgefordert, einen bundesweiten Runden Tisch gegen Queerfeindlichkeit einzurichten.













