„Trauer ist kein Wahlkampf. Leid ist keine politische Bühne“, heißt es bei der spontanen Mahnwache des LSVD+ in Magdeburg. Rund 40 Menschen haben sich dort versammelt, um nach dem Angriff auf den Christopher Street Day in Berlin ihre Anteilnahme mit den Betroffenen und der queeren Community auszudrücken.
Auch politische Vertreter sind bei der Mahnwache dabei, darunter Eva von Angern (Die Linke) und Falko Grube (SPD). Grube zieht eine Verbindung zum Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt im Jahr 2024: „Wir haben damals, als das in Magdeburg passiert ist, auch eine große Anteilnahme republikweit gehabt. Da haben ganz viele Leute mit uns getrauert. Deswegen ist es gut, dass das jetzt auch in die andere Richtung passiert.“ Man wisse in Magdeburg, was ein solches Ereignis mit einer Stadt mache, sagt er.
Der Magdeburger Weihnachtsmarkt, die Leipziger Innenstadt und nun der Christopher Street Day in Berlin: Orte, die für Begegnung stehen, wurden in den vergangenen Jahren zu Schauplätzen von Gewalttaten. Zurück bleiben nicht nur die direkt Betroffenen, sondern auch Fragen nach Sicherheit, Zusammenhalt und dem Umgang mit solchen Ereignissen.
Reaktionen auf den Angriff
Noch in der Nacht, nachdem bekannt geworden war, dass ein Auto in die CSD-Veranstaltung gefahren war und diese daraufhin abgebrochen werden musste, setzte Leah Hebecker, Sprecherin der Grünen Jugend, alles daran, bereits am nächsten Vormittag eine Mahnwache zu organisieren. Gegen ein Uhr nachts nahm sie Kontakt mit Polizei und Versammlungsbehörde auf, um die Zusammenkunft anzumelden. Dass nur wenige Stunden später rund 40 Menschen auf dem Willy-Brandt-Platz stehen würden, habe sie selbst überrascht.










