Wenn es im Sommer heiß wird, verbringen viele Menschen ihre Zeit im Garten, am Badesee oder im Park. Dazu gibt es meist ein Eis, eine Wassermelone oder eine Bratwurst. Das lockt oft Wespen, Bienen und Hornissen binnen weniger Minuten an.Kann ein Wespenstich gefährlich sein?Für die meisten Menschen ist ein Stich zwar schmerzhaft, aber bedenkenlos. Eine kleine Rötung, verbunden mit einer Schwellung und leichtem Juckreiz, ist kein Grund zur Sorge. Das sei eine Reaktion auf das Gift, bei der das Immunsystem allerdings nicht beteiligt ist, schreibt der Allergie Informationsdienst (AI) vom Helmholtz-Zentrum München.Bei etwa 0,8 bis 5 Prozent können die Reaktionen laut AI allerdings auch stärker ausfallen. Dann spricht man von „Systemischen Reaktionen“. Das sind Fälle, in denen Symptome auftreten, die keinen unmittelbaren örtlichen Zusammenhang mit der Stichstelle haben. Bei Menschen mit solchen Reaktionen sei das Immunsystem bereits darauf eingestellt, allergisch zu reagieren, sobald der Körper Kontakt zu dem Gift hat.Lebensgefährlich sind Insektenstiche nur äußerst selten. Jährlich werden im deutschsprachigen Raum laut AI etwa 20 Todesfälle nach Stichen von Bienen, Wespen oder Hornissen gemeldet.Was hilft bei einem Stich?Bienen- und Wespenstiche erfordern in der Regel keine besondere Behandlung, die Schmerzen und Schwellungen von allein nach. Falls man sich allerdings doch nach Linderung sehnt, gibt es ein paar Hausmittel, die helfen können. Eine frisch aufgeschnittene Zwiebel auf die Einstichstelle halten, ein Quarkumschlag oder ein Essigwickel können den Symptomen entgegenwirken.Wespenstiche sind für Nichtallergiker ähnlich harmlos wie Bienenstiche. Es sollte allerdings sichergestellt werden, dass nach einem Stich der Stachel aus der Wunde entfernt wird, da dieser sonst weiterhin Gift verbreitet. Danach hilft Kühlen in jeder Form: Wasser, Eiswürfel oder Umschläge können das unangenehme Gefühl lindern.Wie merke ich, dass ich allergisch bin?Grundsätzlich heißt es, Ruhe bewahren. Eine „Anaphylaxie“, also eine schwerwiegende allergische Reaktion, ist für die meisten Menschen unwahrscheinlich. Dennoch gilt es, erste Anzeichen einer Anaphylaxie ernst zu nehmen. Die Anzeichen sind vielfältig und können schnell auftreten.Folgende Symptome können auf eine schwere allergische Reaktion hinweisen:Juckreiz der HautAnschwellen der Lippen, des Rachens, der Zunge, Hände oder FüßeEngegefühl im HalsHeiserkeit oder SchluckbeschwerdenKurzatmigkeit, Keuchen oder HustenHerzrasenSchwindelgefühl oder OhnmachtÜbelkeit, Erbrechen oder DurchfallErste Hilfe nach einem StichSollte tatsächlich Verdacht auf eine Anaphylaxie bestehen, ist es ratsam, schnellstmöglich den Notruf 112 zu wählen. Im Ernstfall zählt jede Minute. Bei Bewusstlosigkeit sollte die betroffene Person in die stabile Seitenlage gebracht werden. Im Falle eines Herzstillstandes sollte eine Herzdruckmassage durchgeführt werden.So unterscheiden Sie zwischen Wespen, Hornissen und BienenBei all den Insekten, die sich bei den hohen Temperaturen in der Natur tummeln, kann es manchmal schwer sein, die unterschiedlichen Arten zu erkennen. Wer aber weiß, worauf man zu achten hat, kann die Tiere leicht unterscheiden.Wespen sind klar an ihren Warnfarben zu erkennen. Sie sind schwarz-gelb gestreift und ihr Körper besteht aus drei Teilen.Eine Wespe an einer FensterscheibedpaBienen ähneln Wespen in Größe und Form. Sie sind allerdings dicker und vor allem: flauschiger.Eine mit Pollen beladene BienedpaHornissen zeichnen sich vor allem durch ihre Größe aus. Bis zu 3,5 cm Körperlänge können Arbeiterinnen erreichen.Eine Asiatische Hornisse auf ihrem NestdpaSo unterscheiden sich Wespen-, Hornissen- und BienennestManchmal kommt es vor, dass man auf ein Nest stößt, bei dem man sich nicht sicher ist, wer es bewohnt. Es gibt aber klare Merkmale, wie man die verschiedenen Gebilde unterscheiden kann.Bienennester sind daran zu erkennen, dass sie aus Wachs bestehen. Sie sind aus sechseckigen Waben geformt und farblich eher braun-gelb. Zu finden sind sie in Hohlräumen.Wespennester haben eine papierähnliche Struktur und eine grau-bräunliche Färbung. Geformt ist es meist wie eine Kugel, mit einem erkennbaren Flugloch. Die Nester können entweder in der Luft hängend oder in der Erde vergraben sein.Hornissennester ähneln stark denen von Wespen. Sie sind aber deutlich größer und eher hellbraun gefärbt. Die Hornissen nisten sich bevorzugt in hohlen Bäumen oder auf Dachböden ein.Wenn Sie ein Nest im Garten entdeckenNicht nur in der freien Wildbahn ist man mit den gestreiften Kleintieren konfrontiert. Manchmal tauchen sie auch als ungebetene Gäste im eigenen Zuhause auf. Bei dem Umgang mit den Nestern gibt es klare Regeln.Vor allem ist es wichtig, sich für die Entfernung an Profis zu wenden. Das ist nicht nur eine Empfehlung, sondern sogar ein Muss. Hornissen und Wespen stehen unter Artenschutz. Geht man als Privatperson falsch mit den Nestern um, kann das Strafen zur Folge haben. Bis zu 50.000 Euro kann es in manchen Bundesländern kosten, die Tiere zu gefährden.Bei einem Bienennest im Haus oder Garten sollte ein lokaler Imker kontaktiert werden. In manchen Fällen handelt es sich um einen ausgebüxten Bienenschwarm, in anderen können die Tiere artgerecht umgesiedelt werden.Wespen haben ihr Nest in einen Rollladenkasten gebaut.dpaIst man mit einem Nest konfrontiert, ist es außerdem ratsam, Abstand zu halten. Die gestachelten Flieger sollten nicht attackiert oder angepustet werden, denn: Das Kohlendioxid im Atem kann alarmierend auf sie wirken. Generell sollte Ruhe bewahrt werden, um die Tiere nicht zu stressen.Was ist bei der Asiatischen Hornisse zu beachten giltDie Asiatische Hornisse hat vermutlich durch Importware ihren Weg von Südostasien nach Deutschland gefunden. Laut Hessischem Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) sind Exemplare dieser Art kleiner als ihre deutschen Kollegen. Sie sind zu erkennen an einer schwarzen Grundfärbung, einer schwarzen Brust und einem dunklen Hinterteil mit nur wenigen gelben Binden.Die Hornissen sind zwar von Natur aus friedlich, aber auch scheu. Deshalb ist beim Beobachten der Tiere Vorsicht geboten. Es wird das Einhalten eines Sicherheitsabstands zum Nest empfohlen. Die Stiche sind in Schmerz und Intensität vergleichbar mit der in Deutschland heimischen Art.Sollten Bürger ein Nest oder einzelne Tiere sichten, können sie das mit Beilegung von Fotos im Meldeportal des HLNUG melden. Das ermöglicht eine Dokumentation der Verbreitung.
Worauf bei Wespen und Hornissen im Garten zu achten ist
Wespennester am Balkon oder auf dem Dachboden sind im Sommer für viele Haushalte ein Thema. Was es bei einem Stich zu beachten gibt und .... bei einem Wespennest am Haus zu befolgen gilt.










