Wer auf Tblisis Straßen für Demokratie demonstriert, wird mit Bußgeldern bedroht. Doch die Zivilgesellschaft wehrt sich. Mit Solidarität.

Engagement, das teuer ist: De­mons­tran­t:in­nen in Tblisi werden mit Bußgeldern drangsaliert

Imago/ZUMA Press Wire

E inmal abends auf der Rustaweli-Allee in der georgischen Hauptstadt Tblisi sich zu einem Protest zu treffen, das kann ei­ne:n durchschnittlichen Ge­or­gie­r:in eine Summe kosten, die manchmal zwei, mitunter sogar fünf Monatsgehältern entspricht.

Nachdem es den georgischen Behörden mit Massenfestnahmen und Inhaftierungen nicht gelungen war, die täglichen proeuropäischen Proteste zu stoppen, griffen sie zu einem anderen Mittel der Repression: Finanziell sollte der Protest verunmöglicht werden, denn die Angst hatte ihre abschreckende Wirkung verloren.