BMW will Tausende Stellen abbauen. Für das Unternehmen muss das nicht schlimm sein, doch es ist ein Angriff auf die Mitbestimmung der Beschäftigten.
D ie Inszenierung war ganz klassisch. Am Mittwoch teilt der Autobauer BMW der Belegschaft mit, dass er weltweit 8.000 Stellen streichen will. Am Tag darauf verkündet er, dass Umsatz und Gewinne wegbrächen, ergo sei klar, dass es gute Gründe für den Abbau gebe.
Na toll, jetzt auch noch BMW, mag da manche:r denken. Hilfe, jetzt ist aber wirklich Krise! Dass ausgerechnet Arbeitsplätze in der Entwicklung wegfallen sollen, klingt dazu noch wie der Beweis, dass die deutsche Autoindustrie auch die Transformation aufgibt.
Aber stimmt das für BMW? Oder geht Vorstandschef Milan Nedeljković nur einen anderen Weg? Zunächst: Der Premiumhersteller verdient zwar aktuell rund ein Drittel weniger als vor einem Jahr – aber das sind nur Quartalszahlen, ist wenig aussagekräftig. Zugleich hat BMW erst kürzlich die Dividendenrendite angehoben, was vor allem für die Eigentümerfamilien Quandt/Klatten mehr als nur einen hübschen Zugewinn bedeutet. Geld ist also offenbar genug da.
Deshalb lohnt ein genauerer Blick: Interessant ist, dass Nedeljković keine Werksschließungen angedroht hat, denn dort gilt die längst mit der IG Metall ausgehandelte Beschäftigungsgarantie. Und offenbar will BMW auch weiter produzieren.










