Stand: 30.07.2026 • 20:21 Uhr
Die Bahn meldet schwarze Zahlen, die Bahnchefin und den neuen Verkehrsminister freut's. Die bekannten Probleme sind deswegen aber nicht verschwunden. Verkehrsminister Bilger will sie "nach und nach" lösen.
Erstmals seit 2019 hat die Deutsche Bahn (DB) wieder schwarze Zahlen vorgelegt: Unterm Strich gab es ein Plus von 147 Millionen Euro, wie der Konzern heute für seine Halbjahresbilanz mitteilte. Und auch bei den Fahrgästen gab es einen deutlichen Anstieg: Rund 960 Millionen Reisende fuhren im ersten Halbjahr mit den Zügen der DB und damit 17 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum.
Für sie sei eine wichtige Wegmarke erreicht, kommentierte Evelyn Palla, DB-Vorstandsvorsitzende, die Halbjahresbilanz. In der Pressemitteilung hieß es weiter: "Ich freue mich sehr über diesen wichtigen Meilenstein, aber ich bin erst zufrieden, wenn auch die Qualität im täglichen Eisenbahnverkehr überzeugt!" Gleichzeitig räumt die Bahnchefin ein, dass die Sanierung des Konzerns noch Jahre dauern werde.
Auch Ende 2025 war das operative Ergebnis der Bahn nach Steuern schon im Plus mit 297 Millionen Euro. Unter dem Strich stand aber ein Verlust von 2,3 Milliarden. Darin enthalten war eine Abschreibung in der Fernverkehrssparte, weil die Bahn aufgrund ihrer Probleme mit der Schieneninfrastruktur und wegen der langwierigen Sanierungsarbeiten davon ausging, dass dieser Bereich über Jahre weniger Erträge abwerfen werde als angenommen: laut Unternehmen 1,4 Milliarden Euro.










