Samsung: Der Höhenflug der Speicherchiphersteller ist vorerst vorbei, doch Samsung rechnet mit einem Chipmangel bis ins Jahr 2028 hinein
Der südkoreanische Technologiekonzern Samsung rechnet mit einer Verschärfung des weltweiten Chipmangels bis ins Jahr 2028. "Der Engpass wird sich 2027 im Vergleich zu diesem Jahr voraussichtlich weiter zuspitzen", sagte der Chef der Speichersparte, Jaejune Kim, am Donnerstag bei der Vorstellung der Quartalszahlen.
Die Zahlen untermauern noch einmal die jüngste Gewinnexplosion bei Samsung: Angetrieben vom Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) erzielte die Halbleitersparte im zweiten Quartal einen operativen Gewinn von 89,2 Billionen Won (umgerechnet rund 54 Milliarden Euro). Das ist ein Anstieg um mehr als das 250-Fache im Vergleich zum zweiten Quartal 2025. Samsungs gesamter Konzerngewinn lag dank der extrem hohen Nachfrage nach Halbleitern höher als die Konzernergebnisse der letzten drei Jahre zusammengenommen.
Dennoch haben viele Anleger Samsung in den vergangenen vier Wochen fluchtartig verlassen. Wer Ende Juni 10.000 Euro in Samsung-Aktien investierte, hat bis heute rund 3000 Euro verbrannt, kann sich aber immerhin damit trösten, dass die Verluste beim Chiphersteller SK Hynix noch dramatischer ausfielen. Die Sorgen, dass sich die immensen KI-Investitionen der großen Techkonzerne nicht rechnen werden und es schon bald zu einer Vollbremsung bei den Bestellungen kommen könnte, hatte den Boom der Halbleiterleite abrupt beendet und Gewinmitnahmen ausgelöst.













